Zahntourismus: Kostenvorteil durch Behandlung EU-Oststaaten kann schnell zum Nachteil werden

(mko) Wer bei einer Zahnbehandlungen in den neuen Beitritts-Ländern der Europäischen Union nur
den Kostenvorteil im Auge hat, könnte schnell eines Besseren be-lehrt werden. In Polen und Ungarn ist der Zahnersatz z. B. bis zu 70 Prozent günstiger als hierzulande. Seit der EU-Osterweiterung kön-nen Patienten Zahnbehandlungen dort zu den üblichen Sätzen bei ihrer Krankenkasse abrechnen. Bei größeren Eingriffen wie Zahnersatz ist eine entsprechende Vor- und Nachbehandlung bei nur einer Wo-che Auslandsaufenthalt jedoch sehr schwierig. So Manfred Sietz, von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Probleme entste-hen oft bei der Nachbesserung des Zahnersatzes. „Wird aber eine Kor-rektur bei einem deutschen Zahn-arzt notwendig, muss das privat bezahlt werden und so wird der Kostenvorteil schnell zum Kosten-nachteil.“ Regressansprüche lassen sich kaum durchsetzen. Patienten, die eine Behandlung in den Län-dern der EU-Osterweiterung pla-nen, sollten sich vor der Behand-lung bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) informieren, z. B. im Internet unter: www.KZBV.de unter: Zahntourismus.