Wünsche für 2010: weniger Stress und mehr Family

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59 Prozent aller Deutschen wünschen sich für 2010 – repräsentativ ermittelt vom Forsa Institut im Auftrag der Deutschen Angestelltenkrankenkasse (DAK) – weniger Stress und mehr Familienleben (51 Prozent).
Besonders gestresst fühlen sich die 30- bis 44-Jährigen. Vor allem der Zeitdruck im Job (64 Prozent), der Anspruch, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen (54 Prozent), sowie finanzielle Sorgen (48 Prozent) setzen sie unter Strom. „In dieser Lebensphase kommt alles zusammen: die Karriere, die Kinder, das Haus. Da ist es oft schwer, immer allen gerecht zu werden“, sagt Frank Meiners von der DAK. Der Diplom-Psychologe warnt: „Dauerhafte Überlastung kann krank machen. Die Balance zwischen beruflichen Anforderungen und Entspannung mit der Familie ist wichtig, um leistungsfähig zu bleiben.“

Im Vergleich zur DAK-Umfrage für das Jahr 2008 spielen gesundheitliche Sorgen und familiäre Probleme heute eine größere Rolle. „Vor zwei Jahren fühlte sich etwa jeder Dritte dadurch gestresst, heute ist es schon fast jeder Zweite“, sagt Meiners. Stressauslöser sind offensichtlich auch einkommensabhängig: Während Geringverdiener gesundheitliche und finanzielle Sorgen plagen, sind es bei den Gutverdienern die beruflichen Zwänge und familiärer Ärger. Die größte Angst vor einem Jobverlust haben Bürger mit mittleren Einkommen.

Kräftig sparen wollen die unter 30-Jährigen und Familien mit Kindern. Etwa jeder zweite Befragte möchte sich im kommenden Jahr gesünder ernähren. Mehr Männer als Frauen haben dem Fernseher, Alkohol und Nikotin den Kampf angesagt. Ob die guten Vorsätze etwas taugen, wird sich zeigen. Immerhin blieben mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) länger als drei Monate ihren Vorsätzen aus dem vergangenen Jahr treu oder sie halten sich heute noch daran. Das beste Durchhaltevermögen haben die Bürger in Sachsen, das schlechteste die Bremer.