Wetter und Hormone – ein subtiles Zusammenspiel

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(mko) Regen, Sonne, Wolken, Wind – das Wetter macht uns glücklich, zufrieden, launisch oder krank.
Auf jedem von uns lastet durchschnittlich ein Druck bzw. ein Gewicht von 400 Zentnern Luft, gemessen an unserer Hautoberfläche. Ältere Menschen mit Ateriosklerose, (Arterienverkalkung und -verengung) sind besonders wetterfühlig, weil sie ein ausgeprägtes inneres Blutdruck-Barometer haben, das selbst kleinste Luftdruckveränderungen registriert (meist mit Migräne). Oft ist sogar ein aufkommender tiefer Luftdruck für sie schmerzhafter und gefährlicher als hoher Luftdruck.
Eine Datenauswertung von 50 000 Selbstmorden in England über einen Zeitraum von zehn Jahren ergab, dass die Selbstmordrate ansteigt, wenn die Temperaturen in England über18 Grad Celsius ansteigen und das mit jedem weiteren Grad Celsius um vier Prozent. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Botenstoff Serotonin. Wird zu viel ausgeschüttet macht das reizbar oder depressiv. Erfolgt die Wetterumstellung schnell, wie bei Föhn oder Gewitter, reagiert der Körper gestresst, mit schlechter Laune und schlechtem Schlaf. Luftdruckwechsel beeinflussen auch den Blutdruck, das Schmerzempfinden steigt. Frauen sind da dreimal häufiger betroffen als Männer – Ursache sind die Hormone.