Wespen hassen Duft von Basilikum

 (mko) Der Duft von Basilikum schlägt Wespen in die Flucht. Wespen sind reine Naschkatzen – kaum ist der Tisch gedeckt und auf dem Teller Kuchen oder Fleisch, fliegen sie kampfflugähnlich heran  und  schneiden sich mit ihren Mundwerkzeugen ein Stückchen vom Steak ab; es ist für den Nachwuchs, der Proteine braucht und deshalb mit Fleischfasern gefüttert wird.  „Bloß nicht pusten, wenn eine Wespe im Anflug ist“, rät Eva Goris, Expertin der Deutschen Wildtier Stiftung.  „Denn das Kohlendioxid in der Atemluft macht die hungrigen Insekten erst recht aggressiv.“ Besser: Ruhe bewahren und gewaltfrei zurückschlagen. Zum Beispiel mit einem Sträußchen Basilikum: „Den Duft von Basilikum finden Wespen widerlich – und so bleiben sie der Kaffeetafel fern!“

Oder drehen Sie den Spieß um: Laden Sie Wespen ganz gezielt ein. „Wenn Sie in gebührendem Abstand einen Wespen-Tisch decken, lenken Sie die Insekten ab und haben ihre Ruhe. „Wespen lieben Weintrauben“, damit lassen sie sich friedlich stimmen.“

Vorsicht bei Allergien:

Allergiker sollten besonders vorsichtig sein. Je nach Empfindlichkeit reicht ein einzelner Stich, um  einen lebensbedrohlichen allergischen Schock zu verursachen.  Spezielle Anti-Allergie-Medikamente (Antihistaminika) können das jedoch vermeiden (Beratung in der Apotheke).

Kinder durch Strohhalm trinken lassen
Auch bei Nicht-Allergikern droht nach einem Stich „Erstickungsgefahr, wenn man in Mund, Rachen oder Schlund gestochen wird. Daher sollte man sich vor jedem Bissen und jedem Schluck vergewissern, dass keine Wespe verschluckt werden kann. Ratsam sei es, Getränke vorsichtshalber zu verschließen oder abzudecken, Kinder sollten beim Trinken einen Strohhalm benutzen.

Bei einem Stich sollte die Stelle gekühlt werden, sei es „mit Spucke, Wasser oder Eis“, rät der Experte. Dadurch werde der Schmerz gelindert und die Ausbreitung des Giftes gestoppt. Neben dem könnten Antihistaminika aus der Apotheke helfen, Allergiker sollten hingegen ihre speziellen Notfallmedikamente einnehmen.

 Beim Anflug von Wespen sind generell drei Grundregeln zu beachten:

  • Nicht nach Wespen schlagen,
  • keine hektischen Bewegungen machen,
  • Tiere nicht zerquetschen! Denn auch tote Wespen können stechen: Durch einen Reflex wird das Gift noch aus dem Stachel gepumpt.Ihr schlechtes Image haben Wespen übrigens zu Unrecht. Wer weiß schon, dass Wespen dem Menschen viele Plagegeister vom Leib halten. So schleppen sie viele tausend Insekten, zum größten Teil Fliegen, Blattläuse und andere Schädlinge, als Nahrung ins Wespennest. Außerdem helfen sie bei der Bestäubung von Blüten und sind bei Vögeln als Futter beliebt. Deshalb fordert die Deutsche Wildtier Stiftung mehr Toleranz und Solidarität mit den Arbeiterinnen, deren Lebensende schon im Herbst naht.Wespe oder Biene? Nicht nur an der Taille kann man sie erkennen!
    • Die berühmte Wespen-Taille ist ihr Erkennungsmerkmal; Bienen und Hummeln sind eher rundlich, die schlanke Wespe ist in der Körpermitte besonders schmal. Sie hat eine richtige „Taille“
    • Wespen sind farblich deutlich definiert und schwarz-gelb, das Gelb der Bienen ist dagegen eher ein sattes Braun
    • Bienen sind „Pelzträgerinnen“; ihr Körper ist behaart, der Wespenkörper dagegen sehr glatt und haarlos
    • Bienen sind Pollen- und Nektarsammlerinnen; auf Kaffeetafeln finden sie nicht, was sie suchen
    • Bienen stechen nur im absoluten Notfall, denn der Stich kostet ihr eigenes Leben. Der Stachel hat Widerhaken und wird ihren beim Stechen aus dem Hinterleib gerissen. Wespen hingegen überstehen einen Stich in die menschliche Haut ohne weitere FolgenFoto: Dtsch. Wildtier Stiftung