Wenn das Eis nicht hält: Betroffene flach lagern und keine Wärme zu führen

(mko) Jedes Jahr im Winter passiert es: Einbrüche auf dem Eis!
Ab wann können Eisflächen betreten werden? Für eine Einzelperson muss die Eisdicke fünf Zentimeter betragen, für Personengruppen schon acht Zentimeter und bei fließenden Gewässern, sie sind besonders gefährlich, schon 15-20 Zentimeter. Schneebedecktes Eis ist meist dünner. Die größte Gefahr für Eingebrochene ist die Unterkühlung, die sehr schnell eintritt und alle Glieder steif werden lässt. Das führt schnell zu Kraftlosigkeit und auch zu heftigen Schmerzen.
Retter sollten sich nie stehend einem Verunglückten nähern. Um die Tragfähigkeit des Eises zu erhöhen, braucht man ein Brett oder eine Leiter, die über die Einbruchstelle geschoben werden. Der Retter muss sich auch schiebend, mit ausgebreiteten Armen, der Unglücksstelle nähern – möglichst angeleint – (Abschleppseil des Autos, Hundeleine). So kann sich der Verunglückte eventuell selbst herausziehen. Er muss danach sofort flach gelagert werden und sollte sich kaum bewegen. Denn: die Unterkühlung hat den Blutkreislauf zentralisiert, um so die wesentlichsten Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. D.h., im Körper befinden sich warmes und kaltes Blut und um das nicht an jeweils „falsche“ Körperstellen zu bringen, benötigt der Gerettete eine stabile Lage. Man sollte ihm auch keine Wärme zu führen, vielmehr rasch professionelle Hilfe holen.Mehr