Wellnessangebote Hoch im Kurs in MeckPom

(mko) In Zeiten, wo das Gesundheitssystem immer stärker auf Eigeninitiative baut, berufen sich auch immer mehr Erholungssuchende im Urlaub auf das Zauberwort Prävention und pflegen Körper, Geist und Seele. So hat die Wellness-Bewegung so manchen Kurort zum Umdenken bewegt und Mecklenburg-Vorpommerns
Tradition als Bäderland wiederbelebt. Bereits 2002 hat das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bäderverband die Kampagne „MV tut gut – Gesundheit made initiiert. Heute bietet das Bundesland mit 66 Standorten eine hochmoderne REHA-Landschaft, hochgezogen mit rund 1,5 Milliarden Euro Privatkapital und dem Ziel, die Gesundheitswirtschaft nachhaltig anzukurbeln und damit Arbeit-
splätze auch in der Vor- und Nebensaison abzusichern. Jeder sechste Beschäftigte arbeitet in der Tourismusbranche, die insgesamt zehn Prozent des Bruttoinlandproduktes ausmacht – mehr als in jedem anderen Bundesland. Das „präventive“ Plus liefern Landschaft und Natur. Idealer Sauerstofflieferant ist z.B. die Waldfläche von insgesamt 21 Prozent, das milde Reizklima, Nieder- und Hochmoore mit hohem gesundheitlichen Nutzwert sowie eine 354 kilometerlange Flach- und Steilküste und die Kreideküstenabschnitte der Insel Rügen liefern beste Wellness-Heilkreide. Seit 1991 hat sich die
Zahl der Betten in Vorsorge-/Reha-Einrichtungen vervierfacht.
2003 verzeichnet das Land 7,6 Mio. Touristen, viermal soviel Gäste wie Einwohner. “Meck-Pomm“ steht somit ganz oben auf der Rangliste der beliebtes Ferienregionen.
Doch damit nicht genug: Omnis vita ex mare – aller Leben stammt aus dem Meer. Diese These der alten Römer fungiert heute als Synthese zwischen Gesundheitstourismus und
Wellness-Angeboten. Etwa bei der Thalassotherapie Hotel Neptun in Warnemünde bei Rostock, deren Grundlage die Salzmischung und die gesundheitsfördernde Wirkung des Meerwassers
ist oder durch das direkte Auftragen von Kreide zur Regeneration der Hautzellen oder die zahlreichen Beauty- und Wellness-Angebote á là carte des Veranstalters Neckermann-Care. Vom Bio-Lifting über Chi Yang-Massagen, Rasul- oder Serailbad bis zur Schrotkur und Reduktionsdiät, für die kurze Auszeit ist alles im Angebot. Schon erfüllen die meisten Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern
die vom Deutschen Heilbäderverband entwickelten zehn Kriterien zu „Wellness im Kurort“ doch der Trend geht in Richtung Medical-Wellness, eine Verzahnung aus aus Wellnesselementen und medizinischer Kompetenz von Reha-Einrichtugnen.