Weg mit der Zigarette: Aufhören oder weniger rauchen?

(mko) Nichtraucherkurs, Hypnose, Anti-Nikotin-Pflaster,weniger rauchen oder ganz aufhören – für einen Raucher sind das oft quälende Fragen.
Trotz Rauchverbot wird in Deutschland weiter gequalmt (in abgeteilten Räumen oder draußen vor der Tür) und jeder zweite regelmäßige Raucher kann heute auf mehr als 25 Jahre Raucherkarriere zurückblicken. Insgesamt rauchen in Deutschland etwa zwanzig Millionen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren, trotz hoher gesundheitlicher Risiken, denn Zigarettenrauchen führt jährlich zu mehr Todesfällen als durch Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Rund 140.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an den Auswirkungen des Tabakkonsums.

Die Zahl jugendlicher Raucher ist erfreulicherweise zurückgegangen, nachdem sie im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz eingenommen hatte: Laut einer Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rauchten im Jahr 2007 achtzehn Prozent der männlichen und siebzehn Prozent der weiblichen Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Das Durchschnittsalter, in dem Mädchen und Jungen ihre erste Zigarette rauchen, lag im Jahr 2005 zwischen dem 13. und 14. Lebensjahr.

Die erfolgreichste Methode zur Raucherentwöhnung sind Nichtraucherkurse auf verhaltenstherapeutischer Basis, um nachhaltig, d. h. länger als 6-12 Monate, mit dem Rauchen
aufzuhören, sagen Experten. Und die Erfolgsquote eines Nichtraucherkurses zu steigern kann man
noch Nikotinersatz-Hilfen ( Nikotinpflaster oder Nikotin-Kaugummi) einsetzen, die anfangs die ausgeprägten Entzugserscheinungen (Nikotinhunger) mildern.

Der Vorteil dieser Kurse ist, dass der Teilnehmer selbst bestimmen kann, ob er
stufenweise „weniger Rauchen“ wählt oder ein selbst gewähltes „Rauchstoppdatum“ anpeilt oder
eine „Schlusspunktmethode“ mit sofortigem Rauchstopp wählt.
Der Erfolg liegt in der aktiven Mitarbeit und auch an dem Rahmen bzw. Aufbau dieser Kurse, die sich aus:

• Fachmännischer therapeutischer Betreuung
• Schrittweisem Heranführen an die Rauchfreiheit
• Bewusstes Ändern bisherigen Raucherverhaltens
• Erlernen alternativen Verhaltens
• Bereitstellung von Selbstkontrollmechanismen
Erlernen von Abwehrstrategien für drohende Rückfallgefahren

zusammensetzen.

Eine gute Hilfe ist auch das: RAUCHERTELEFON , das auf Initiative des Deutschen Krebszentrums (Heidelberg) eingerichtet wurde. Zu erreichen über Telefon: 06221 / 42 42 00 von Montag bis Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr.
Das Rauchertelefon dient als Motivations- und Informationsquelle; der Anrufer wird in aller Regel ermutigt, einen Aufhörversuch zu unternehmen und erhält Unterstützung bei der konkreten Planung und Umsetzung des Aufhörversuchs. Wenn der Anrufer sich keinen Selbstaufhörversuch zutraut, können Therapeutenadressen und Klinikadressen übermittelt werden. Anrufer können auch ein Faltblatt als PDF-Datei kostenlos anfordern oder online abrufen. Mit dem Rauchertelefon haben Menschen, die aufhören möchten zu rauchen, eine kontinuierliche Anlaufstelle im Fall eines drohenden Rückfalls und wenn sie bereits rückfällig geworden sind.
Das Rauchtelefon: Rufnummer: 06221 – 42 42 00
Das Rauchtelefon für Krebspatienten: 06221 – 42 42 24
Hotline: Rauchfrei am Arbeitsplatz: 06221 – 42 42 00