Was tun bei Haarausfall?

(mko) Ob Mann oder Weib Haarausfall ist für beide lästig und wird oft zum seelischen Problem. Man vermutet, dass bei Männern der Haarausfall meist genetisch bedingt ist und Frauen unter Stress dazu neigen. „Hormonpräparate können helfen, werden aber von vielen Ärzten und Verbrauchern kritisch betrachtet.
Normal ist, dass man am Tag zirka 70 bis 100 Haare verliert. Wichtig ist daher zunächst einmal zu klären, ob überhaupt echter Haarausfall vorliegt. Dazu kann man eine Haaranalyse machen lassen, Trichogramm oder Trichoscan genannt. Über Blutuntersuchungen sollte zudem ausgeschlossen werden, dass dem Haarausfall eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt.

Liegt keine Erkrankung vor tritt Haarausfall bei Frauen meist in den Wechseljahren/Menopause oder durch dauerhaft hohen Stress auf. Kennzeichnend für die Wechseljahre ist die geringere Ausschüttung von Östrogenen, weiblichen Geschlechtshormonen. Um dadurch bedingtem Haarausfall entgegenzuwirken, wurden lange Zeit Hormonpräparate eingesetzt. Heute werden jedoch in beiden Fällen eher hormonfreie Mittel verordnet, beispielsweise auf Präparate mit dem Wirkstoff Minoxidil (Apotheke).

Andere Hormone, und zwar Stresshormone, sind auch für den sogenannten kreisrunden Haarausfall verantwortlich. Hierbei sterben die Haarwurzeln aufgrund einer großen psychischen Belastung vorübergehend ab. Diesen Autoimmunprozess kann man jedoch in der Regel stoppen. Das Zeitfenster dafür beträgt immerhin zwei Jahre. Vitaminspritzen in die Kopfhaut können beispielsweise dabei helfen, die Wurzeln wiederzubeleben. Außerdem sollten zusätzlich Biotin- und Zinkpräparate eingenommen werden. Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlungen bei Haarausfall in der Regel nicht.