Warum schlafen Senioren oft schlecht?

(mko) Ein Mangel des  Schlafhormons Melatonin, das in der Zirbeldrüse produziert wird, raubt im Alter oft den Schlaf. Meist wird das  Hormon nachts ausgeschüttet, ist aber auch für den Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich.
Der Melatoningehalt im Blut eines jungen Menschen beträgt nachts bis zu 120 Pikogramm pro Milliliter, der eines älteren Menschen oft nur ein Bruchteil davon, zehn Prozent des Wertes. Auch die Einnahme von vielen Medikamenten kann sich negativ auf die Melatoninproduktion  auswirken. Viele Wirkstoffe beeinflussen Nervenbotenstoffe im Gehirn wie Serotonin, die wiederum Ausgangsstoff für die körpereigene Melatoninproduktion sind. Wie viel Melatonin nun die
Zirbeldrüse ausschüttet, hängt auch mit der Ernährung und der individuellen Lichtaufnahme ab. Positiv für den Melatoninhaushalt ist, sich am Tag öfter an der frischen Luft aufzuhalten, um Sonne und Licht „aufzunehmen“ , und nachts sich dann entsprechend weniger  Licht auszusetzen, um ausreichend Melatonin auszuschütten. Bekannt ist, dass Milchkristalle  pro Tagesportion rund 1800 Pikogramm natürliches Melatonin und 110 Milligramm Tryptophan enthalten  Das enthaltene Tryptophan kann die körpereigene Melatoninproduktion stimulieren. Milchkristalle werden aus speziell gewonnener Nachmilch hergestellt. Sie in Apotheken erhältlich und kann vor der Bettruhe in Milch eingerührt getrunken werden.