Warnung vor Rift Valley-Fieber in Kenia

In Kenia sind erstmals auch in unmittelbarer Nähe der touristisch beliebten Küstenregion Fälle von Rift Valley-Fieber aufgetreten. Die Erkrankung verläuft ähnlich wie eine Grippe mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In einigen Fällen kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen wie beispielsweise Hirnentzündungen und Blutungen kommen. Der Erreger ist ein Virus, das von verschiedenen Mückenarten aber auch von Rindern, Schafen, Ziegen und Kamelen auf den Menschen übertragen werden kann. „Reisende sollten unbedingt auf einen effektiven Mückenschutz achten, sowohl am Tag als auch in der Nacht, die Nähe zu Nutztieren meiden und die Grundsätze der Nahrungshygiene einhalten“, empfiehlt Dr. Klaus-Jörg Volkmer, Internist und Tropenmediziner am Centrum für Reisemedizin (CRM), Düsseldorf. „Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.“
Bisher war von den Ausbrüchen des Rift Valley-Fiebers fast ausschließlich die einheimische ländliche Bevölkerung betroffen. Ein Großteil der Erkrankten hatte einen direkten Kontakt zu infizierten oder bereits verendeten Tieren. Die Gefahr für Touristen gilt als nicht sonderlich groß, bisher wurden noch keine Erkrankungen bei Reisenden bekannt. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rät das Centrum für Reisemedizin jedoch allen, die eine Reise nach Kenia oder in angrenzende Regionen planen, sich kurzfristig bei einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle zu informieren.Informationen