Tropenurlaub: Vorsicht vor dem Stich der Sandfliege

(mko) Wer aus Afrikaoder von einem Tropenurlaub zurückkehrt und unter juckendem Hautausschlag (oft mit hohem Fieber) leidet, sollte unbedingt einen Hautarzt oder Tropenmediziner aufsuchen,
denn oft kann die Ursache der Stich einer Sandfliege (Schmetterlingsmücke) sein und dieses
Insekt überträgt die Leishmaniose.
Die Insekten nehmen bei einer Blutmahlzeit die Leishmanien auf; diese machen im Darm der
Mücken einen Entwicklungszyklus durch und gelangen später in den Stechrüssel. Durch den Stich einer infizierten Mücke werden sie weitergegeben.

Sandmücken sind schlechte Flieger. Sie suchen den ungeschützten Körper auf. Nach dem Stich der Mücke kommt es zunächst zu einer Rötung, dann bilden sich juckende Knötchen auf der Haut, die sich in Papeln umwandeln und dann ein nicht schmerzhaftes Geschwür bilden. Die Größe der Geschwüre liegt meist zwischen einem und fünf Zentimetern. Die Vermehrung der Parasiten ist häufig auf den Ort beschränkt, an dem die Infektion stattfand. Häufig betroffen ist das Gesicht. Die sich entwickelnde Beule heilt aber erst nach ein bis zwei Jahren von selbst ab, wobei eine Narbe entsteht.
Verbreitungsgebiet sind das östliche Afrika – aber auch der Mittelmeerraum und Asien.