Tinnitus: Photostimulation als alternative Therapie

(mko) Acht Prozent aller Erwachsenen hören Geräusche im Ohr, d.h. sie haben einen Tinnitus. Als neue Therapie hat sich jetzt die in Studien bewährte Photostimulation bewährt. Denn: Entspannungsverfahren können chronisch Betroffenen helfen, besser mit den Ohrge-räuschen zu leben. Die Photostimulation setzt Lichtreize, bei denen die Betroffenen nicht wie beim Autogenen Training oder der Progressiven Muskelrelaxation aktiv sein müssen. Bei dem Verfahren (wird u. a. auch zur Entspannung chronisch Schmerzkranker oder bei Hyperaktivitätsstörungen angewen-det), handelt es sich um eine Art Brille mit Leuchtdioden und teil-weise einem zusätzlichen Kopfhörer. Über eine Steuerung werden Lichtmuster und eventuell synchrone Töne mit unterschiedlichen Fre-quenzen und Intensitäten erzeugt. Bei der 30-minütigen Anwendung ruht der Patient passiv und lässt die Reize bei geschlossenen Augen auf sich wirken. Die optische Stimulation lenkt den Patienten vom Hör-sinn ab. Man geht man davon aus, dass die Gehirnwellenaktivität den Frequenzen der Lichtimpulse folgt und so unterschiedliche Aktivierungs-, Entspannungs- und Bewusstseinszustände ausgelöst wer-den. Für Patienten mit dem Risiko einer Epilepsie oder bestimmten Augenkrankheiten eignet sich die Therapie nicht.