Schlagwort-Archive: Verhütung

(mko) Viele Teenanger benutzen zwar Kondome, aber nicht richtig. Einer Studie in England mit 700 Jugendlichen zwischen 16 bis 18 Jahren ergab, dass drei von fünf Jugendlichen zwar Kondome schon benutzt haben, aber jeder zehnte setzte sie zu spät ein oder entfernte sie zu früh. 74 Jugendliche führten auch ein Tagebuch über ihr Sexualleben. Auch hier nutzen zwei von fünf Schülern das Kondom nicht korrekt. An erster Stelle für die Nutzung eines Kondoms stand die Schwangerschaftsverhütung oder der Wunsch, keine Unordnung (to avoid making a mess) zu hinterlassen, andere wiederum wollten Sex damit verlängern. Der gesundheitliche Aspekt stand meist im Hintergrund. Kondome sollten aber auch zur Vermeidung von AIDS oder die Übertragung von Chlamydien-Infektionen genutzt werden.

Quelle: Southampton Universität, England

(mko) Frauen, die mit der Pille verhüten, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Die Pilleneinnahme hat keinen negativen Einfluss auf die Empfängnis, wenn sie abgesetzt wird. So Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Eine europaweite Studie mit etwa 60. 000 Frauen zeigte, dass ein Teil der Frauen, die die Pille nach zwei Jahren wieder absetzen, um schwanger zu wer-den, zu 80 Prozent nach einem Jahr tatsächlich auch schwanger waren. „Bei Frauen, die keine Verhütungsmittel verwenden, ist in etwa die gleiche Empfängnisrate zu erwarten.“ Viele Frauen fürchten, dass durch die langfristige Einnah-me der Hormonhaushalt aus den Fugen gerät. „Aber“, so Albring: „Die Eierstöcke kommen durch die Pille zur Ruhe, was sie eher noch fruchtbarer macht.“

(mko) Die Pille ist längst nicht mehr der einzige Schutz vor Schwangerschaft. In den USA wurde jetzt erfolgreich ein neues Vaginal-Gel in einer Phase-2-Studie gegen unerwünschte Schwangerschaften getestet. Das Gel besteht aus einem Zellulosesulfat und ist offenbar effektiv und sicher. An der Studie beteiligten sich 200 gesunde Paare, die keine Kinder wünschten, ein geringes Risiko für sexuelle übertragbare Krankheiten hatten und damit einverstanden waren, das Gel sechs Monate lang an erster Stelle zur Verhütung zu benutzen. Vermutet wird, dass das Gel auch gegen Aids-Übertragung schützen könnte. Das soll jetzt in einer Phase-3-Studie geklärt werden.

(mko) Die Dreimonats-Depot-Pille mit dem Wirkstoff Medroxy-Progesteron-Acetat beeinflusst die Knochen – positiv aber auch negativ, wie neueste Studienergebnisse zeigen. Der Wirkstoff zur Verhütung führte bei einigen Frauen zu einer Verringerung der Knochendichte. Die Ursache dafür scheint die Interaktion mit dem Östrogen –Stoffwechsel der Frau zu sein, die den Abbau der Kno-chendichte beeinflusst, besonders am Oberschenkelhals und an den Wirbelknochen. Als die Frauen die Depot-Pille daraufhin absetzten, nahm die Knochdichte wieder deut-lich zu.

(mko) Die Pille bekommt Konkurrenz: Innovative Verhütungsmittel, die nicht täglich eingenommen werden müssen und den Körper weniger belasten, setzen sich immer mehr durch, besonders bei jungen Frauen. So ist der ein Vaginalring – genannt „NuvaRing“- in Österreich seit mehr als einem Jahr auf dem Markt und wurde jetzt in einer Studie positiv beurteilt. 64 Prozent der Frauen gaben an, mit dieser Verhütungsmethode „immer zufrieden“ und 23 Prozent „häufig zufrieden“ zu sein. Der Ring wird wie ein Tampon in die Scheide ein-geführt, wo er dann drei Wochen verbleibt und dann ausgewechselt wird. Die Hormonabgabe ist gering dosiert, das wiederum führt auch zu einer guten Zyklusstabilität, so Egarter. In den USA wird derzeit ein innovatives Verhütungs-Gel erprobt, das sowohl Spermien abtötet als auch gegen sexuell über-tragbare Erkrankungen schützt.