Schlagwort-Archive: Übelkeit

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine seltene, jedoch sehr bösartige Erkrankung. Die Diagnose wird erschwert, weil der Krebs keine oder nur leichte Beschwerden verursacht wie gelegentliche Übelkeit. Deshalb gehört das Pankreaskarzinom zu den Krankheiten, die oft zu spät entdeckt werden. Ärzte und Wissenschaftler ades Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig identifizierten nun einen neuen, hochempfindlichen Serummarker für den Bauchspeicheldrüsenkrebs: den Plättchenfaktor 4 (PF 4). In Kooperation mit dem DFG-Forschungszentrum MATHEON, Freie Universität Berlin und dem Universitätsklinikum Heidelberg legten sie dazu eine Studie an insgesamt 120 Patienten und Probanden vor, die jetzt im Journal „Clinical Cancer Research“ publiziert wurde.

Ingwer kann die durch eine Chemotherapie hervorgerufene Übelkeit lindern. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die im Juni 2009 auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentiert wurde. Die Patienten hatten Ingwer zusätzlich zu einer Standardmedikation eingenommen.

Therapiert wurden insgesamt 644 Krebspatienten, die mindestens drei Zytostatika erhalten hatten. Die Patienten wurden entweder mit einem Scheinmedikament (Placebo) oder mit Ingwer in den Dosierungen von 0,5 Gramm, 1 Gramm oder 1,5 Gramm behandelt. Zusätzlich hatten alle Patienten ein Standard-Antiemetikum aus der Gruppe der Setrone erhalten.

Die Zugabe von Ingwer wurden in den drei Tage vor der Chemotherapie und drei Tage danach verabreicht. Endpunkt war die Einschätzung der Übelkeit durch den Patienten selbst. Hier wurde eine Reduktion um 40 Prozent erzielt – die Höhe der Dosierung wurde leider nicht mitgeteilt.
Quelle: University of Rochester Medical Center/ James P. Wilmot Cancer Center/American Society of Clinical Oncology.) ...mehr

(mko) Viele Frauen leiden in der frühen Schwangerschaft – häufig in den ersten 14 Wochen – unter Übelkeit und Brechreiz. Hier hilft die traditionelle chinesische Akupunktur. So eine vierwöchige australische Studie aus Adelaide. Bei den Schwangeren, die in der ersten Woche jeweils zwei Akupunktursitzungen und in den nächsten drei Wochen nur noch eine Sitzung erhalten hatten, besserten sich die Be-schwerden schon in der zwei-ten Woche deutlich. Bei heftigen Schwangerschafts-Erbrechen hilft Akupunktur allerdings nicht.

Reisende nach Prag und Umgebung sollten sich z.Zt. gegen Hepatitis-A impfen lassen, denn zur Zeit gibt es auffällig viele Hepatitis-A-Erkrankungen in der Region um Tschechiens Hauptstadt Prag. Bis zum 20. September meldeten die Gesundheitsbehörden nahezu 400 Fälle, darunter 138 Schulkinder. So eine Empfehlung des Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Centrum für Reisemedizin

Hepatitis A ist eine Form der Gelbsucht. Die Erreger werden von infizierten Menschen mit dem Stuhl ausgeschieden und verbreiten sich oft über verunreinigte Nahrung oder Getränke, aber auch durch Schmierinfektion von Mensch zu Mensch. Das Infektionsrisiko erhöht sich bei schlechten hygienischen Bedingungen oder durch die gemeinsame Benutzung von Sanitäranlagen.
Die Krankheit bricht etwa 2 bis 6 Wochen nach der Ansteckung aus. Es entsteht ein allgemeines Krankheitsgefühl, das von Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Druckschmerzen im rechten Oberbauch begleitet wird. Nach einigen Tagen kann sich die Haut gelb verfärben, der Urin wird dunkel und der Stuhl hell. Die Gelbfärbung der Haut hält oftmals einige Wochen an, auch wenn sich der Erkrankte längst besser fühlt. Bei Kindern verläuft die Hepatitis A meistens leicht. Bei Erwachsenen treten jedoch mit steigendem Alter zunehmend Komplikationen auf. In manchen Fällen kommt es zu einem lebensbedrohlichen Leberversagen. ...mehr

(mko) Über acht Millionen Patienten leiden unter chronischen Schmerzen. Für die Betroffenen gibt es vielleicht schon bald eine neue Behandlungs-Perspektive. Morphin und ähnliche Schmerzmi-tel haben oft starke Nebenwirkungen, z.B. Müdigkeit, Übelkeit, Atemstillstand, Magen-Darm-Blutungen, Herzinfarkte, viele Schmerzmittel machen auch süchtig. „Um diese Nebenwirkungen auszuschalten“, so Professor Christoph Stein von der Berliner Klinik Charité, „aber dennoch länger von morphinhaltigen Präparaten profitieren zu können, entdeckten wir, dass man den Schmerz im verletzten Gewebe außerhalb des Gehirns ausschalten kann und zwar durch die Aktivierung der Andockstellen für Morphin, den so genannten Opioidrezeptoren. Die Zellen im entzündeten Gewebe setzen dann alarmiert körpereigene Endorphine (sie regeln Empfindungen wie Schmerz) frei, die den Schmerz zuverlässig lindern. Dieser Prozess sorgt auch dafür, dass die Erneuerung dieser Rezeptoren beschleunig wird.

(mko) Nach einer Mandeloperation treten häufig Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen auf, besonders bei Kindern. Dank verbesserter Narkoseverfahren kann das jedoch heute meist vermieden werden. Denn: statt Narkosegasen wird immer häufiger mit Spritzen betäubt. Außerdem gibt es wirksame Medikamenten gegen Übelkeit, die schon ab dem 2. Lebensjahr eingesetzt werden dürfen. In sehr vorsichtiger Dosis geben Anästhesisten Kindern auch schon mal ein Kortisonpräparat, das sowohl die Übelkeit als auch gleichzeitig die Schwellung im Hals mildert. Häufig reicht es auch, die Mandeln lediglich zu kappen, was heute zunehmend mit einem Kohlendioxyd-Laser durchgeführt wird. Bei diesem Eingriff ist die Blutung geringer als bei der Radikal-Entfernung der Mandeln.

(mko) Frauen unterschätzen ihr Risiko für einen Herzinfarkt. Nackenschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen und Schmerzen im O-berbauch sind auch Anzeichen ei-nes Infarktes, wenn auch vielen Frauen meist unbekannt. „Denn,“ so Professor Verena Stangl von der Charité in Berlin, „das Lehrbuch-symptom stechender Schmerz im Brustkorb tritt bei nahezu jeder zweiten Frau gar nicht mehr auf. “ Ein besonders hohes Risiko haben junge Frauen, die rauchen und gleichzeitig die Pille einnehmen. „61 Prozent der Frauen glauben,“ so Professor Bernd Tischer vom Emnid-Institut, „dass Herzinfarkt vorwiegend eine Männerkrankheit sei.“ Besonders Frauen mit Diabe-tes mellitus unterschätzen die Ge-fahr für ihr Herz. Nur 53 Prozent wissen, dass Diabetes ein hoher Risikofaktor ist. Mehr Infos zu frauenspezifischen Risikofaktoren bietet das Internet unter: www.frauenherz.info