Quelle: Southampton Universität, England
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Schwangerschaft: Stress der Mutter wird über das Fruchtwasser übertragen
(mko) Kuchenbacken, Kundenbesprechungen, Meeting, Kindergeburtstag und noch Wetterwechsel: Schwangere geben Stress über das Fruchtwasser an das Ungeborene weiter. Worauf Hebammen immer wieder hinweisen, wurde inzwischen durch eine britische Studie wissenschaftlich belegt. Ärzte untersuchten den Fruchtwasserspiegel von über 260 Schwangeren. Die Ärzte stellten fest, dass der Cortisolspiegel (Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird, auch Stresshormon genannt) im Fruchtwasser im Lauf der Schwangerschaft anstieg, abhängig von der Tageszeit der Entnahme, aber um-so niedriger lag, je jünger die Schwangere war. Ab der 17. Schwangerschaftswoche stieg der Cortisolspiegel im Fruchtwasser an, je nach der Cortisol-Konzentration im mütterlichen Blut. Man nimmt nun an, dass das von der Mutter gebildete Cortisol durch die Plazenta ins Fruchtwasser gelangt. Wie das genau vor sicht geht, soll nun genau untersucht werden. Be-kannt ist, dass ein Baby im Mutterleib besonders empfindlich auf Umwelteinflüsse reagiert. Näher untersucht werden soll auch, auf welche Weise mütterlicher Stress das Ungeborne beeinflusst und ob sich dies bis in die Kindheit aus-wirkt
Schwangerschaft: Aktivität macht glücklich
Die bewegungsaktiven Frauen sprachen insgesamt von einem positiven Wohlbefinden und stuften auch ihre soziale Eingebundenheit und ihren Schlafes positiv ein. Sie zeigten deutlich mehr soziale Kontakte, günstigere Erholungs- und Stressbewältigungsmaßnahmen sowie häufig auch ein besseres
Ernährungsverhalten. Auch Beschwerden im letzten Schwangerschaftsdrittel waren in dieser Gruppe seltener.
42 Prozent der befragten Frauen stufte das Wissenschaftlerteam unter Leitung von Professor Jens Kleinert dagegen als „passiv“ ein: Diese Gruppe kam auf höchstens eine Stunde Spaziergehen
pro Woche, Radfahren oder Sportaktivitäten fanden kaum beziehungsweise gar nicht statt. Während unter den befragten Frauen mit Abitur 37 Prozent als bewegungspassiv eingeschätzt wurden, war der Anteil in der Gruppe der Frauen mit Real- oder Hauptschulabschluss um ein Drittel größer. Auch mangelnde soziale Unterstützung und hohe soziale Belastung, etwa bei jungen, allein stehenden oder getrennt lebenden Frauen, wirken bewegungshemmend.
Welche Arzneimittel dürfen Schwangere einnehmen – etwa bei Sodbrennen?
Fisch in der Schwangerschaft fördert soziale Entwicklung des Kindes
Biologische Krampfaderverödung
Foto: Venenliga
(mko) Die biologische Verödung von Krampfadern nach Prof. Dr. Linser ist eine sehr sanfte ambulante Behandlung von Krampfadern, die nach gründlicher Voruntersuchung nur wenige Minuten dauert. Bei dieser Methode wird eine sterile Kochsalzlösung über eine Kanüle in die Krampfader verabreicht. Durch die gewollte Endothelschädigung (Endothel = Auskleidung der Gefäße) kommt es zum Verkleben der Gefäßwände. Der Patient kann anschließend ganz normal seiner Arbeit nachgehen. Diese Behandlung ist auch während der Schwangerschaft möglich und soll sogar Thrombosen im Wochenbett vorbeugen.
Anschriften von Venenzentren, die diese Methode anwenden, gibt es bei der Deutschen Venen-Liga e.V.,
Walking reduziert Schwangerschaftsspeck
(mko) Frauen, die nach einer Schwangerschaft über zuviel Pfunde klagen, sollten „walking“ betreiben, denn diese sanfte Sportart des „ausschreitenden Gehens“ ist die beste Therapie, um den Bauchspeck der Schwangerschaft loszuwerden. Walking ist auch eine gute Einstimmung, um wieder ein regelmäßiges Fitneßprogramm aufzunehmen. Denn Abspecken während der Stillperiode – etwa durch eine harte Diät oder durch exzessivere Sportarten – ist nicht empfehlenswert. Wandern ist auch eine andere, gute sportliche Möglichkeit, um sanft abzuspecken. Und: Hier kann sogar das Baby auf dem Rücken teilnehmen.
Umfrage: Frauen betrachten ihre Schwangerschaft überwiegend sorglos
Das FORSA-Institut hat im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) über 1.00 Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren zu dem Thema Schwangerschaft befragt. Dabei gaben 23 Prozent der befragten Frauen an, dass sie sich etwas vor den Veränderungen durch eine Schwangerschaft fürchten bzw. gefürchtet haben. Von den Frauen, die zur Zeit schwanger sind, meinen dies 38 Prozent.
63 Prozent blicken bzw. blickten diesen Veränderungen ganz sorglos entgegen. Die meisten Frauen machten sich Sorgen um eine mögliche Gewichtsveränderungen oder einer unvorteilhaften
Veränderung der Figur (62 %). Recht häufig bereitet auch eine Doppelbelastung durch Schwangerschaft und Beruf Sorgen (58 %), was vorwiegend jüngere Fauen betrifft. 42 Prozent der befragten Frauen sagen, dass sie Angst vor der Entbindung hatten bzw. haben (würden). Von den Frauen, die zur Zeit schwanger sind, meinen dies 53 Prozent.
76 Prozent der Frauen, die bereits Mutter sind, geben an, dass sie eine vaginale Entbindung hatten. 31 Prozent sagen, dass ihr Kind bzw. ihre Kinder per Kaiserschnitt zur Welt gekommen sind.
Haben Schwangere Fragen rund um das Thema Schwangerschaft und Entbindung wenden sich 79 Prozent bevorzugt an einen Arzt, 69 Prozent würden ihre Hebamme befragen. Immerhin noch 62 Prozent würden bevorzugt andere Schwangere oder Mütter aus dem Bekanntenkreis um Rat oder Informationen bitten, 59 Prozent würden sich an Angehörige wenden. 57 Prozent würden sich die benötigten Informationen bevorzugt aus Büchern oder Zeitschriften und 49 Prozent aus dem Internet holen. 20 Prozent würden sich in diesem Fall an ihre Krankenkasse wenden.
ADSH-Syndrom: Beachtliches Risiko durch Tabakrauch und Blei
Triftiger Grund für Schwangere, auf das Rauchen zu verzichten
Die so genannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) – auch Zappelphilippsyndrom genannt – wird durch eine neurobiologische Funktionsstörung im Gehirn ausgelöst. „Die Ursachen dafür sind noch nicht genau bekannt, wobei Rauchen während der Schwangerschaft schon länger im Verdacht steht, die Störung auszulösen“, erklärt Köhler. „Dass eine Kombination zweier weit verbreiteter Umwelteinflüsse – wie Passivrauch und erhöhter Beigehalt in Luft und Boden – das Risiko für ADHS dermaßen stark erhöht, ist bedenklich. Dies sollte jedenfalls einen besonders triftigen Grund für Schwangere darstellen, zumindest auf das Rauchen zu verzichten. Schließlich sind bei den von ADHS betroffenen Kindern die Hauptsymptome der Erkrankung – d.h. Störung der Aufmerksamkeit, der Aktivität, der Wahrnehmung und der Impulskontrolle – oftmals so stark ausgeprägt, dass dies bei einem hohen Anteil zu deutlichen Schwierigkeiten in wichtigen Lebenssituationen wie Familie und Schule führt und häufig auch noch im späteren Lebensalter Konflikte in zwischenmenschlichen Beziehung nach sich zieht,“ warnt Köhler.
Quelle: Fachzeitschrift „Pediatrics“/2009, Band 124)
Warnung vor Schlankheitsmittel „Li-Pro 2“
Die türkisfarbenen Kapseln werden zurzeit vor allem im Internet und in privaten Kreisen angeboten und verkauft. Ein Hersteller ist auf der Packung (Kunststoffdose mit grünem Etikett und englischsprachigem Aufdruck) nicht genannt. Das LUA warnt die Verbraucherinnen und Verbraucher dringend vor der Einnahme dieses oder vergleichbarer Produkte.
Sibutramin ist ein Appetitzügler und wird als letzte Möglichkeit zur arzneilichen Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) verwendet. In Deutschland ist er nur in einem einzigen Fertigarzneimittel enthalten und nur nach ärztlicher Verordnung in Apotheken erhältlich. Die in den illegalen Schlankheitskapseln gefundene Wirkstoffmenge ist fast doppelt so hoch wie die in Deutschland zugelassene höchste Einzeldosis.