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1264_artikel_imagesWie der Branchendienst „apotheke adhoc“ heute berichtet, drohen Patienten bis zu 86 Euro Zuzahlung pro Arzneimittel? Für Tausende Patienten wird es in den Apotheken demnächst teuer. Der Grund: Die Krankenkassen haben zum 1. Juli 14 die Erstattungspreise für eine Reihe von Medikamenten so massiv gesenkt, dass einzelne Hersteller nicht mitziehen. Die Differenz müssen die Versicherten zahlen. Betroffen von der aktuellen Preisanpassung sind 19 häufig verordnete Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen, insgesamt 69 verschiedene Substanzen. Die sogenannten Festbeträge gelten unter anderem für Mittel gegen Bluthochdruck und Herzkrankheiten, Sodbrennen und Osteoporose.

In der Gruppe der Sartane, das sind Wirkstoffe gegen Bluthochdruck und Herzinsuffizienz, ist der Preisverfall am größten: Nur noch ein Viertel des bisherigen Betrages zahlen die Kassen künftig für die Medikamente – sofern sie nicht ohnehin schon Rabattverträge geschlossen haben.

Einige Hersteller finden diese Absenkung inakzeptabel. Sie passen ihre Preise nicht an die neuen Vorgaben an. Wer etwa mit den Medikamenten Olmetec oder Votum behandelt wird, muss ab 1. Juli bis zu 86 Euro aus eigener Tasche zahlen. Bei Eprosartan, einem weiteren Wirkstoff aus der Gruppe, könnten ebenfalls Belastungen von bis zu 71 Euro auf die Patienten zukommen. ...mehr

(mko) In Deutschland leben die meisten Menschen mit Bluthochdruck weltweit. Mehr als 45 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden an dieser Erkrankung, oft ohne es zu wissen. Nur zwanzig Prozent der Hypertoniepatienten werden effektiv behandelt.

Ein normaler Blutdruck wird heute mit den Werten:

• Normal: Ruhewert zwischen 120/80 und 129/84 mmHg
• Hoch-Normal (noch akzeptabel): zwischen 130/85 und 139/89 mmHg
• Bluthochdruck: ab 140/90 mmHg

angegeben. Viele Betroffene wissen im Anfangstadium oft nichts von ihrer chronischen Erkrankung. Dabei sind die Folgen schwerwiegend. Denn ein dauerhaft zu hoher Blutdruck (Hypertonie)schädigt das Herz-Kreislauf-System: Verkalkte Gefäße, Herzinfarkte, Schlaganfälle und Nierenschwäche können die Folgen ein. „Daher ist es wichtig, Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen und
zu behandeln“, betonte Professor Dr. med. Heribert Schunkert, Direktor der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein jetzt auf dem wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Hochdruckliga in Lübeck. Erkrankungen an Herz- und Kreislauf sind in Deutschland nach wie vor Todesursache Nummereins. 2008 waren sie mit 43 Prozent der Grund für fast jeden zweiten Todesfall in Deutschland, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. ...mehr