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Um auf Reisen zumindest für den Notfall ausgerüstet zu sein, sollte man eine kleine Reiseapotheke (gibt es auch fertig in Apotheken) einpacken und natürlich immer auch die Medizin, die jeden Tag eingenommen werden muss, z.B. Mittel gegen Bluthochdruck oder Diabetes. Diese Medikamente sollten jedoch besser im Handgepäck  mitgenommen werden,  ausser Fläschchen (dafür braucht man ein Extra-Rezept vom Arzt, aufgrund der Flugsicherheitsbestimmungen), falls der Koffer verloren geht. ...mehr

(mko) Es passiert oft ganz plötzlich , beim Wandern knickt der Fuß um und schon tut der Knöchel weh. Eine Verstauchung oder Prellung kann jedoch den schönsten Urlaub vermiesen.  Ein Schmerzmittel wie Ibuprofen aus der Apotheke  gehört daher in die Reiseapotheke, ebenso wie Sonnenschutzmitteln, Zahnbürste und ein guter Krimi.Natürlich auch die Medikamente,die täglich eingenommen werden müssen z.B. bei Diabetes oder Bluthochdruck, aber auch Medikamente für den Notfall etwa Autan-Stift oder Autan-Emulsion gegen Insektenstiche und Juckreiz (Allergiker), Tabletten oder Zäpfen gegen krampfhafte Schmerzen im Bauchraum. Sportler im Urlaub haben schon mal Muskelverspannungen oder Sportverletzungen, da hilft eine Spezialsalbe. Auch Mittel gegen Schmerzen und Fieber sowie gegen Erbrechen, Übelkeit und Durchfall sollten eingepackt werden. Außerdem Augentropfen, falls eine Bindehautreizung auftritt. Manchmal kann auch bei innerer Unruhe und nervösen Gefühlen oder Angst vor dem Fliegen ein Beruhigungsmittel notwendig sein, ein pflanzliches Arzneimittel  mit dem Wirkstoff Passionsblumenkraut (Apotheke)  aus der Heilpflanze  der Passsionsblume. In die Reiseapotheke gehören auch Einmalspritzen- und Einmalkanülen, Fieberthermometer, elastische Mullbinden, Pflastermäppchen, eine kleine Schere und Pinzette. Im Handel und in den Apotheken gibt es auch fertige Setpackungen (Preise um 20 Euro). Vor Reiseantritt sollte man unbedingt den Impfstatus, besonders bei Kindern,  überprüfen.
Unverzichtbar sind nicht nur Sonnenschutzmittel oder klassische Verbandsmaterialien. Auch Präparate, die bei Durchfallerkrankungen Salz- und Flüssigkeitsverluste ausgleichen, sollten eingepackt werden. Für Kinder und Säuglinge gibt es zum Beispiel Oralpädon*. Das Pulver, das mit Wasser zu einer Elektrolytlösung angerührt werden kann, ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Erdbeere oder Apfel-Banane erhältlich und versorgt den Körper mit einer optimalen Zusammensetzung aus Salzen, Mineralstoffen und Glucose. Das ist besonders wichtig, weil Kinder einen viel höheren Flüssigkeitsumsatz als Erwachsene haben und deshalb bei Durchfall auch mehr unter Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusten leiden.

Foto: Lindsberg Asia

(mko) Impfungen und eine gut sortierte Reiseapotheke sind bei Weihnachtsreisen in die Tropen ganz wichtig. Besonders Last-Minute-Fernreisende vergessen oft eine Malariaprophylaxe. Das gilt auch für die Diarrhöe, einen leichten Durchfall, der aber oft schwere Folgen haben kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt dringend, für das Reisegepäck eine:

• orale Rehydration mit der Glykose-Elektrolydlösung, einzupacken, ein Mittel, das vor Wassermangel und Austrocknung schützt sowie den Mineralienhaushalt stabilisiert. ...mehr

(mko) Wer jetzt in den Winterurlaub aufbricht, sollte ins Reisegepäck seinen Vorrat an perönlichen Medikamenten einpacken. In den Tropen braucht man andere Mittel als für Expeditionen auf den Gletscher. Immer dabei haben sollte man – in ausreichender Menge – Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Auf jeden Fall gehört Verbandsmaterial in die Reiseapotheke: Mullbinden unterschiedlicher Größe, steriler Verbandsmull, Heftpflaster und Wundpflaster, elastische Binden und zur Wunddesinfektion eine PVP-jodhaltige Salbe oder Tinktur z. B. Betaisodona als Infektionsschutz. Hautverletzungen sollten bei direktem Kontakt mit Blut gegen das Risiko einer Hepatitis-B-Übertragung (Leberentzündung) im Fall eines Unfalles sofort mit Jod desinfiziert werden. Der Infektionsschutz hält aber nur solange die braune Farbe des Jods zu sehen ist ( nachbehandeln). Gut sind auch große und kleine Sicherheitsnadeln, eine Schere und Pinzette, ein Wund- und Brandgel für den Sonnenbrand oder für Hautinfekte (natürlich Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor). Bei Insektenstichen kann manchmal auch eine Antihistaminsalbe notwendig werden. Im Zeitalter von AIDS ist es ratsam sterile Injektions-bestecke, z. B. Einmalspritzen und Injektionsnadeln, Kanüle und Handschuhe bei sich zu haben. Nach “Risiko-Set” in Apotheken fragen. Wichtig auch Fieberthermometer, Pfefferminzöl und Mittel gegen Durchfälle. Dazu Schmerzmittel wie Paracetamol oder Aspirintabletten. In den Tropen: Mittel gegen Moskito und Malaria für akute Fälle ein Stand-by-Medikament z. B. Lariam. Ganz Sicherheitsbedürftige packen noch ein Breitbandantibiotikum (rezeptpflichtig) und Augentropfen (Bindehautentzündung) sowie einen Mundschutz ein.

Das Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, hält eine spezielle Reisewarnung für Mexiko für nicht mehr gerechtfertigt. „Mittlerweile hat sich das Schweinegrippe-Virus Influenza A H1N1 in zahlreiche Länder verbreitet. Glücklicherweise verlaufen die Erkrankungen meistens mild. Der Ausbruch hat damit nicht die zunächst befürchtete Brisanz“, sagt PD Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM. Wer eine Reise nach Mexiko plant sollte sich jedoch von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt oder Apotheker beraten lassen und die empfohlenen Maßnahmen einhalten. Dazu gehören insbesondere Hygieneregeln wie das regelmäßige Händewaschen sowie das Vermeiden von größeren Menschenansammlungen und engem Kontakt zu Kranken. Die Reiseapotheke sollte zusätzlich durch einen Mundschutz ergänzt werden. Insbesondere gelten diese Empfehlungen für Menschen mit chronischen Grunderkrankungen, Schwangere, Kleinkinder und Menschen ab 60 Jahren.