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(mko) Urlaub: plötzlich fehlt der Koffer auf dem Gepäckband. Hilfe die Pille ist im Koffer! Oder wer unter zu hohem Blutdruck leidet, Diabetes oder Malariatabletten zur Prophylaxe einnimmt, sollte bei Reiseantritt wichtige Arzneimittel im Handgepäck mitnehmen. Seit dem 11. September dürfen allerdings Arzneimittel hier nur mit besonderer Bescheinigung (beglaubigte Rezeptkopien mit dem Namen, der auch auf dem Flugticket vermerkt ist) mitgenommen werden. Natürlich kann man nötige Medikamente im aufgegebenen Koffer transportieren. Jedoch können manche Arzneimittel die Minusgrade, die im Gepäckraum oft herrschen, nicht vertragen. Zum Beispiel Peptid-Arzneimittel wie Insulin oder Beta-Interferone, sie sollen nicht eingefroren werden. Hier ist es ratsam, diese Mittel bei der Bord-Crew abzugeben. Ratsam ist jedoch, sich vor Abflug bei der Airline danach zu erkundigen und mit dem Apotheker ein Beratungsgespräch über mögliche Qualitätseinbußen bei Medikamenten durch zu starkes Sonnenlicht oder zu niedrige Temperaturen zu führen. Im Handgepäck dürfen seit August 2006 nur noch Flüssigkeiten in Behältern bis zu 100 ml Fassungsvermögen in transparenten, verschließbaren Plastikbeuteln, die nicht größer sind als 1 Liter (Drogerie-Handel), mitgenommen werden, Medikamente und Spezialnahrung wie Diabetiker- und Babynahrung sind davon allerdings ausgenommen.

(mko) Frauen, die mit der Pille verhüten, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Die Pilleneinnahme hat keinen negativen Einfluss auf die Empfängnis, wenn sie abgesetzt wird. So Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Eine europaweite Studie mit etwa 60. 000 Frauen zeigte, dass ein Teil der Frauen, die die Pille nach zwei Jahren wieder absetzen, um schwanger zu wer-den, zu 80 Prozent nach einem Jahr tatsächlich auch schwanger waren. „Bei Frauen, die keine Verhütungsmittel verwenden, ist in etwa die gleiche Empfängnisrate zu erwarten.“ Viele Frauen fürchten, dass durch die langfristige Einnah-me der Hormonhaushalt aus den Fugen gerät. „Aber“, so Albring: „Die Eierstöcke kommen durch die Pille zur Ruhe, was sie eher noch fruchtbarer macht.“

(mko) Frauen wollen zunehmend ihren Zyklus selbst bestimmen, d. h. flexibler bei der Empfängnisverhütung und beim Timing der Menst-ruation sein. Nur so ließe sich Frei-zeit und Berufsleben besser planen und würde nicht durch die typischen perimenstruellen Symptome bzw. monatszyklischen Beschwerden eingeschränkt. 26 bis 35 Prozent von 1.195 befragten Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahre sprechen sich nach wie vor für eine monatliche Periode aus, 37 bis 46 Prozent wollen am liebsten gar kei-nen monatlichen Zyklus mehr und 11 bis 14 Prozent der Frauen würden die Menstruation für längere Zeit unterdrücken. Frauenärzte raten in diesem Fall zu dem Lang-zyklus, d. h. die Pille wird ein hal-bes Jahr ohne Unterbrechung ein-genommen. Geeignet sind dafür nur Einphasenpräparate als Mikro-pillen mit konstanten Ethinylestra-diol- und Gestagendosen. „Favori-siert wird weltweit der 63- oder 84-tägige Einnahmemodus, also drei oder vier Packungen hinterein-ander, mit anschließendem sieben-tägigen einnahmefreien Intervall“. So Professorin Cosima Bruckner von der Universitätsfrauenklinik Ulm. Es gibt allerdings auch eine medizinische Notwendigkeit für einen Langzyklus und zwar bei Blutungsstörungen oder schmerzhaften Blutungen, bei Endometriose, bei Myomen, Zysten oder zyklusabhängigen Erkrankungen wie Migräne, Depression oder Multiple Sklerose. Die Risiken beim Langzyklus sind die gleichen wie bei der Pilleneinnahme, so die Expertin.