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(mko)=&0=&„Leider kommen Parkinson-Patienten häufig gar nicht zum Spezialisten, um eine Hirnschrittmacher-Therapie für sich zu erörtern“, beklagen die Experten der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung, „oder sie stellen sich zu spät vor, wenn sich ihre Lebensqualität bereits unwiderruflich verschlechtert hat.“ In Deutschland sind derzeit etwa 250 000 Menschen an Parkinson erkrankt. Zunächst werden die Patienten mit Medikamenten  behandelt, eine Therapie mit Hirnschrittmachern, die Tiefe Hirnstimulation (THS), gilt seit vielen Jahren als hochwirksame Behandlung im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium, wenn sich die motorischen Symptome der Parkinsonkrankheit mit Medikamenten nicht mehr kontrollieren lassen. Mit den positiven Ergebnissen einer speziellen Studie aus 2013 zeichnet sich nun aber eine Erweiterung des therapeutischen Zeitfensters für den Einsatz der THS ab.

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Hintergrund:
Derzeit testen Düsseldorfer Forscher neue Stimulationsverfahren, die die Parkinson-Therapie weiter verbessern könnten. Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie tritt vor allem ab dem 50sten Lebensjahr auf und äußert sich durch Bewegungsstörungen, bedingt durch zittrige oder steife Muskeln. Um diese Symptome zu lindern, setzten Spezialisten in Deutschland im vergangenen Jahr rund 800 Parkinsonerkrankten feine Elektroden in einen bestimmten Gehirnabschnitt ein. Über eine Fernbedienung wird ein Schrittmacher programmiert und aktiviert, der unter dem Schlüsselbein sitzt und die Elektroden mit Strom versorgt. „Die Elektroden geben auf diese Weise schwache Stromimpulse an umliegende Nervenzellen ab, was die unkontrollierten Bewegungen vermindert und zu einer besseren Beweglichkeit führt“, so der Düsseldorfer Parkinson-Experte Professor Alfons Schnitzler.
Während Parkinson-Patienten bis vor kurzer Zeit einen solchen Hirnschrittmacher erst nach etwa zwölf Jahren Krankheitsdauer erhielten, setzen Ärzte ihn heute in bestimmten Fällen bereits nach durchschnittlich sechs Jahren ein – mit guten Erfolgen. So lindert die Tiefe Hirnstimulation Symptome bei diesen jüngeren Betroffenen stärker als eine optimierte medikamentöse Behandlung und verbessert somit die Lebensqualität. „Erstaunlicherweise führt die THS in dieser Patientengruppe nicht nur zur Verbesserung der motorischen Symptome – die Patienten schätzen auch ihre kognitive Leistungsfähigkeit als verbessert ein“, sagt Professor Schnitzler, Leiter der Abteilung Bewegungsstörungen und Neuromodulation der Neurologischen Klinik an der Uniklinik Düsseldorf. „Wir gehen davon aus, dass beispielsweise durch kürzere Impulszeiten bessere Ergebnisse erzielt werden können“, sagt Schnitzler. Derzeit wird auch ein neues Hirnschrittmacher-Modell getestet, das die elektrischen Impulse an die Gehirnaktivität anpassen soll. „Der erweiterte Stimulator gibt nicht nur Impulse an das Gehirn, er misst auch die Nervenzell-Aktivität“, so Schnitzler. Ziel ist die Entwicklung eines adaptiven Hirnschrittmachers, der die Stimulation dynamisch an die Eigenaktivität der krankhaften Nervenzellen anpasst – bisher ist eine gleichmäßige Dauerstimulation üblich.

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