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WM-Tourismus – Krankheitserreger reisen mit
Gelbfiebermücke/Wikipedia
(mko) Rund 600 000 Arbeitskräfte, Sportler und Fans aus aller Welt reisen nach Brasilien und bringen Erfolge oder Misserfolge, Souvenirs und unvergessliche Eindrücke von der Fußball-Weltmeisterschaft mit nach Hause – aber auch tropische Krankheiten wie Dengue- oder Gelbfieber. Das Zusammenkommen vieler Menschen aus aller Welt auf engem Raum leistet ansteckenden Krankheiten Vorschub. Deutsche Infektiologen und Tropenmediziner empfehlen deshalb den Reisenden vor Ort achtsam zu sein: Unbedingt sollten sie auf ausreichenden Mückenschutz und Nahrungsmittel-Hygiene achten. Auch länderübergreifende Pandemien könnten sich in Situationen wie bei der Fußball-WM entwickeln.
Dengue-Fieber auf Sri Lanka besonders aktiv
Dengue-Viren sind in der Südostasien und jetzt aktuell auf Sri Lanka besonders verbreitet und werden von tagaktiven Mücken mit dem Stich auf den Menschen übertragen. Nach zwei bis sieben Tagen beginnt die grippeähnliche Erkrankung mit hohem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie einem Druckschmerz hinter dem Auge. Diese akuten Symptome klingen nach etwa einer Woche ab. Es dauert dann jedoch oftmals noch einige Zeit bis zur vollständigen Erholung. Kommt es zu einer zweiten Infektion mit dem Dengue-Virus, ist ein schwerer Krankheitsverlauf mit inneren Blutungen oder Schocksymptomen möglich.
Dengue- Fieber wird durch tagaktive Mücken übertragen – Impfung gibt es nicht
Foto: Wikipedia
(mko) Erstmals seit den 1920er Jahren ist in Griechenland wieder ein Fall von Dengue-Fieber aufgetreten, davon gehen die Griechische Behörden aus. Der betroffene Patient, ein älterer Mann aus Westgriechenland, starb am 30. August in einer Klinik in Patras. Weltweit breitet sich die durch Mücken übertragene Infektionskrankheit seit Jahren aus, die Zahl der Fälle steigt. Das Centrum für Reisemedizin rät Reisenden, sich in den betreffenden Ländern vor Stichen der tagaktiven Tigermücke zu schützen.
Viele Urlauber, die ihre Ferien in tropischen Regionen verbringen erkranken nach ihrer Rückkehr an Dengue-Fieber. „Wer beispielsweise über die Jahreswende eine Reise nach Süd- oder Südostasien, nach Südamerika oder in den Norden Australiens plant, sollte sich über effektiven Mückenschutz beraten lassen“, empfiehlt Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin Eine Impfung gegen Dengue-Fieber gibt es nicht. Der Erreger, das Dengue-Virus, wird von Mücken übertragen, die sowohl tagsüber als auch nachts in tropischen und subtropischen Regionen aktiv sind. 2-10 Tage nach einem infektiösen Mückenstich bricht die Krankheit mit plötzlich auftretendem Fieber sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen aus. Oft kommt es zusätzlich zu einer flüchtigen Hautrötung. Die akuten Symptome klingen nach etwa einer Woche ab, die vollständige Genesung kann jedoch länger dauern. Die erste Dengue-Erkrankung ist gutartig und heilt in der Regel komplikationslos aus. Bei einer Zweitinfektion ist jedoch ein schwerer Verlauf mit Blutungen oder Schocksymptomen möglich, die zum Tod führen können.
West Nile-Fieber: Mückenschutz in den USA und Kanada dringend notwendig
Reisende in die USA oder nach Kanada sollten sich etwa 6 Wochen vor Abreise von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt oder Apotheker beraten lassen, um eine optimale Gesundheitsvorsorge für den Aufenthalt erhalten zu können. Weitere Infos