Schlagwort-Archive: Mücken

(mko) Sonnenschutz und Insektenschutzmittel vertragen sich nicht miteinander. Denn: Lösungsmitteleffekte, die in dem Wirkstoff DEET (Diethytoluolamid), der am häufigsten für Insektenrepellents („repel“ – Englisch: abwehren) verwendet wird, reduzieren den Lichtschutz-Faktor. Der Wirkstoff DEET setzt z. B. bei einer Konzentration von 33 Prozent und bei einem Lichtschutz-Faktor 15 die Effektivität um ein Drittel herab. Fast alle wasserfesten UV-Schutzprodukte enthalten Filmbildner, die die Dicke des Sonnenschutzfilmes auf der Haut erhöhen sollen; der Wirkstoff DEET löst oder verdünnt diesen Film jedoch. Als natürlicher Insektenschutz eignen sich bei einsetzender Dämmerung, wenn die Mücken aktiv werden, helle, langärmelige Kleidung, lange Hosen und Hemden mit langen Ärmeln. Aber auch Mückengitter für die Fenster oder ein Moskitonetz – hier ist die Maschenweite wichtig, denn Mücken gibt es auch in kleinster Form und in Malariagebieten braucht man eher weitmaschigere Netze (Auskunft: Tropenausrüster).

Gelbfiebermücke/Wikipedia

Gelbfiebermücke/Wikipedia

(mko) Rund 600 000 Arbeitskräfte, Sportler und Fans aus aller Welt reisen nach Brasilien und bringen Erfolge oder Misserfolge, Souvenirs und unvergessliche Eindrücke von der Fußball-Weltmeisterschaft mit nach Hause – aber auch tropische Krankheiten wie Dengue- oder Gelbfieber. Das Zusammenkommen vieler Menschen aus aller Welt auf engem Raum leistet ansteckenden Krankheiten Vorschub. Deutsche Infektiologen und Tropenmediziner empfehlen deshalb den Reisenden vor Ort achtsam zu sein: Unbedingt sollten sie auf ausreichenden Mückenschutz und Nahrungsmittel-Hygiene achten. Auch länderübergreifende Pandemien könnten sich in Situationen wie bei der Fußball-WM entwickeln. ...mehr

(mko) Obwohl die Regenzeit in Südostasien erst im Mai beginnt, sind offensichtlich schon jetzt zahlreiche Stechmücken besonders aktiv und übertragen vermehrt Krankheitserreger, wie z.B. Dengue Fieber, eine von Mücken übertragene Infektionskrankheit, die sich besonders in den Städten breit macht. „Reisende sollten unbedingt auf einen guten Mückenschutz (Moskitonetz, langärmelige Kleidung und Hosen) achten und sich über die Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt oder Apotheker beraten lassen“, empfiehlt Dr. Tomas Jelinek, vom Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf.

Dengue-Viren sind in der Südostasien und jetzt aktuell auf Sri Lanka besonders verbreitet und werden von tagaktiven Mücken mit dem Stich auf den Menschen übertragen. Nach zwei bis sieben Tagen beginnt die grippeähnliche Erkrankung mit hohem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie einem Druckschmerz hinter dem Auge. Diese akuten Symptome klingen nach etwa einer Woche ab. Es dauert dann jedoch oftmals noch einige Zeit bis zur vollständigen Erholung. Kommt es zu einer zweiten Infektion mit dem Dengue-Virus, ist ein schwerer Krankheitsverlauf mit inneren Blutungen oder Schocksymptomen möglich. ...mehr

Foto: Wikipedia

(mko) Erstmals seit den 1920er Jahren ist in Griechenland wieder ein Fall von Dengue-Fieber aufgetreten, davon gehen die Griechische Behörden aus. Der betroffene Patient, ein älterer Mann aus Westgriechenland, starb am 30. August in einer Klinik in Patras. Weltweit breitet sich die durch Mücken übertragene Infektionskrankheit seit Jahren aus, die Zahl der Fälle steigt. Das Centrum für Reisemedizin rät Reisenden, sich in den betreffenden Ländern vor Stichen der tagaktiven Tigermücke zu schützen.
Viele Urlauber, die ihre Ferien in tropischen Regionen verbringen erkranken nach ihrer Rückkehr an Dengue-Fieber. „Wer beispielsweise über die Jahreswende eine Reise nach Süd- oder Südostasien, nach Südamerika oder in den Norden Australiens plant, sollte sich über effektiven Mückenschutz beraten lassen“, empfiehlt Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin Eine Impfung gegen Dengue-Fieber gibt es nicht. Der Erreger, das Dengue-Virus, wird von Mücken übertragen, die sowohl tagsüber als auch nachts in tropischen und subtropischen Regionen aktiv sind. 2-10 Tage nach einem infektiösen Mückenstich bricht die Krankheit mit plötzlich auftretendem Fieber sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen aus. Oft kommt es zusätzlich zu einer flüchtigen Hautrötung. Die akuten Symptome klingen nach etwa einer Woche ab, die vollständige Genesung kann jedoch länger dauern. Die erste Dengue-Erkrankung ist gutartig und heilt in der Regel komplikationslos aus. Bei einer Zweitinfektion ist jedoch ein schwerer Verlauf mit Blutungen oder Schocksymptomen möglich, die zum Tod führen können. ...mehr

Reisende in die USA und nach Kanada sollten sich unbedingt vor einer Infektion mit dem West Nile-Fieber schützen, warnt das Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf. Die Virusinfektion wird während der warmen Jahreszeit verstärkt von vorwiegend nachtaktiven Mücken übertragen. „Da es keine Impfung gibt, ist ein guter Mückenschutz unbedingt notwendig“, sagt PD Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM. Das West Nile-Fieber ist eine grippeähnliche Erkrankung. Aus den USA wurden bis Ende Juli über 120 Infektionen, darunter 42 mit schweren Verläufen und 3 Todesfälle, gemeldet. Im vergangenen Jahr starben landesweit 165 Menschen an der Infektion. Insgesamt wurden 4.256 Erkrankungen registriert, von denen 1.449 schwer verliefen. In Kanada ist das Virus vor allem im Süden des Landes verbreitet. Dort erkrankten 2006 insgesamt 127 Menschen. „Vor allem ältere und abwehrgeschwächte Personen sind gefährdet. Bei ihnen führt eine Erkrankung häufiger zu einem schweren Verlauf beispielsweise mit einer Hirnentzündung“, erläutert PD Dr. Jelinek. Es wird empfohlen sich vor allem mit Einbruch der Dämmerung vor Mückenstichen zu schützen: Schlafstätten sollten möglichst mückenfrei sein. Moskitonetze bieten dafür den besten Schutz. Um auch kleinste Stechmücken abzuhalten aber dennoch eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen, sollte das Netz eine Lochgröße zwischen 1,2 und 1,5 Millimeter haben. Eine zusätzliche Imprägnierung mit Permethrin erhöht die Effektivität. Helle Kleidung ist zudem besser als dunkle, da dunkle Flächen die Insekten anlocken. Auch zu dünne Stoffe können von den Mücken durchstochen werden. Zudem sollte auf nicht bedeckte Hautstellen ein spezielles Mückenabwehrmittel (Repellent) aufgetragen werden. Repellents, die den Wirkstoff DEET (Diethyl-m-Toluamid) beinhalten, haben sich gut bewährt. Sie bieten mindestens 3-4 Stunden lang Schutz gegen die meisten stechenden Insekten.

Reisende in die USA oder nach Kanada sollten sich etwa 6 Wochen vor Abreise von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt oder Apotheker beraten lassen, um eine optimale Gesundheitsvorsorge für den Aufenthalt erhalten zu können. Weitere Infos