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(mko) Bei der Behandlung von Rheuma (med. Rheumatoider Arthritis) geraten die Biologicals immer mehr in den Focus. Biologika oder Biologicals sind gentechnisch hergestellte Eiweißsubstanzen, die gegen bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe des Körpers gerichtet sind. Im Immunsystem sind etliche Botenstoffe für die Entzündungsvorgänge im Körper verantwortlich; die bei chronischen Entzündungen wichtigsten sind der Tumornekrose-Faktor-Alpha und Interleukin-1. Sie werden unter anderem bei schweren Verlaufsformen der Rheumatoiden Arthritis eingesetzt. Das heißt, Biologika inaktivieren die Zellen des Immunsystems, die für den Entzündungsprozess verantwortlich sind, in dem durch die IL-6-Rezeptorblockade die entzündungsverursachende Signalübertragung unterbrochen wird. Biologika werden häufig von den Ärzten eingesetzt, wenn mit den klassischen Basis-Medikamenten, die zur Rheumabehandlung gehören, kein ausreichender Behandlungserfolg erreicht wird. Inzwischen gibt es aktuelle Studiendaten zu dem monoklonalen Antikörper Tocilizumab, die den Vorteil sowohl in der Monotherapie (1st-Line-Biologikum), als auch in der Kombinationstherapie – Biologikum und ein klassisches Basistherapeutikum/Antirheumatika – oder bei Unverträglichkeit von Methotrexat MTX belegen. So die Rheuma-ExpertenProfessor Harald Burkhardt von der Goethe-Universität, Frankfurt und Professor Klaus Krüger vom Paxiszentrum, München. Auch das Fortschreiten einer strukturellen Schädigung der Hand- und Fußgelenke wurde fast vollständig unter der Behandlung gehemmt wie die Auswertung radiografischer Daten ergab. Die positive Wirkung von Tocilizumab (RoActemra ®) zeigte sich auch in einer guten Lebensqualität, die die Patienten nach Selbsteinschätzung mit weniger Schmerzen, Fatigue (Abgeschlagenheit) und Morgensteifigkeit angaben. Auch für Kinder mit einer schweren Form von Arthritis gibt es eine EU-Zulassung für Tocilizumab für Kinder ab zwei Jahre,

Rheumatoide Arthritis ist eine fortschreitende Autoimmunkrankheit, bei der sich die Gelenkinnenhaut entzündet. Diese Entzündung führt dazu, dass die Gelenke druckempfindlich sind, schmerzen, anschwellen und aufgrund dieser chronischen Entzündung mit der Zeit versteifen können.

Die Biologika
Ziel der modernen Behandlungsstrategien ist zunächst die Beschwerdefreiheit der Betroffenen. Durch den gezielten Einsatz der so genannten Biologika kann der Krankheitsprozess so beeinflusst werden, dass praktisch keine Krankheitsanzeichen mehr bestehen, also eine Krankheitsremission bewirkt wird. Hierbei handelt sich um therapeutische Proteine, die in die molekularen Mechanismen der Steuerung von Entzündungsreaktionen im Körper eingreifen und gezielt die Fehlsteuerung im Immunsystem korrigieren.
Derzeit sind folgende Biologicals auf dem Markt: Adalimumab, Etanercept, Infliximab, Golimumab und Certolizumab, die alle die krankheitsfördernden Effekte des Tumornekrose-Faktor-Alpha hemmen, Abatacept (blockt T-Lymphozyten Aktivierung), Anakinra, das gegen Interleukin-1 wirkt sowie der Interleukin-6-Blocker Tocilizumab. Seit Juli 2006 ist Rituximab zugelassen. ...mehr

(mko) Für Patienten mit Lymphdrüsenkrebs steht jetzt eine neue Therapie zur Verfügung. Bei der ambulanten Behandlung erhalten sie innerhalb einer Woche zweimalig eine Injektion mit monoklonalen Antikörpern zur Vorbehandlung. Hierdurch soll das gesunde Gewebe bestmöglich geschützt werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die radioaktiv markierten Antikörper zur Bindung an die Lymphomzellen zur Verfügung stehen. Nach der zweiten Injektion der Antikörper wird kurze Zeit später eine Injektion mit radioaktiv angereicherten Antikörpern vorgenommen. „Tumorzellen werden so gezielt aufgespürt und mit einer hohen Strahlendosis zerstört.“ So Dr. Dresel zum Prinzip der neuen Radioimmuntherapie des Helios Klinikums in Berlin. „Durch die kurze Reichweite der radioaktiv markierten Antikörper wird das gesunde Gewebe maximal geschont. Es dringt auch keine Strahlung nach außen. Die Patienten können bereits nach vier Stunden die Klinik wieder verlassen.