Schlagwort-Archive: Mammakarzinom

(mko) Krebstherapie und Krebsmedikamente werden immer mehr der Biologie der Tumoren angepasst, unabhängig von der Lokalisation. Das macht aufwendigere Studien notwendig,
über die die Fachwelt jedes Jahr in Chicago während des Amerikanischen Krebskongresses  „ASCO“ diskutiert. Allein das Unternehmen Roche (Hauptsitz Basel), weltweit größtes Biotech-Unternehmen mit Medikamenten für die Krebstherapie und Hämatologie, Immunologie usw. präsentierte auf dem diesjährigen Kongress fast 200 Abstracts zu 20 unterschiedlichen Substanzen gegen Krebs. Die ASCO ist die bedeutendste Fachgesellschaft für die klinische Onkologie, Kernbotschaften und Themenschwerpunkte der Tagungen sind richtungsweisend. Neu entwickelte Krebsmedikamente, vor allem Antikörper und ‚kleine Moleküle‘, mit denen spezifische Signalwege im Tumor oder in seiner Umgebung angesteuert werden, stehen im Fokus, mit dem Ziel, dass eine Krebserkrankung nicht mehr lebensbegrenzend sein muss. Neueste Studiendaten und Highlights vom US-Kongress stellte das Unternehmen Roche jetzt auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf vor, die Professor Jürgen Wolf von der Klinik  für Innere Medizin am Centrum für Integrierte Onkologie der Uniklinik Köln zusammenfasste. …mehr ...mehr

Foto: Mistel, Weleda AG

(mko) Die Diagnose Brustkrebs hebt erst mal das ganze Leben aus den Angeln. Die Frauen sind plötzlich ganz allein auf sich gestellt und müssen eine Therapieentscheidung treffen. Kommen sie mit eigenen Vorschlägen und Vorstellungen hören sie häufig Argumente konventioneller Onkologen: „Lassen Sie die Finger von… – sonst gefährden Sie den Erfolg der Behandlung“ oder „Das können Sie gleich lassen – gegen Krebs kann so etwas nichts ausrichten.“ Dabei nutzen 70 – 80 Prozent der Brustkrebs-Patientinnen (jährlich 57000 Neuerkrankungen in Deutschland)) bereits Komplimentärmedizin, ohne allerdings mit ihrem Arzt darüber zu sprechen. Und 80 Prozent der betroffenen Frauen wünschen sich, dass sich ihr Arzt damit auskennt. Fazit: Viele Frauen wollen nicht länger passiv bleiben, sie wollen über den Tellerrand der konventionellen Onkologie schauen, sich selbst informieren und komplimentärmedizinische Verfahren anwenden. Sie möchten eine eigene Kompetenz im Umgang mit ihrer Erkrankung erreichen, denn sie ahnen, dass ihnen dieser Weg hilft, nicht nur mit der Krankheitsverarbeitung und Bewältigung, sondern auch mit der Angst in dieser Krisensituation umzugehen. “Naturwissenschaft und Naturheilkunde werden sich künftig bei der Behandlung von Krebserkrankungen“, so Dr. Thomas Breitkreuz von der Anthroposophischen Gesellschaft der Ärzte in Deutschland,“ nicht mehr als feindliche Parallelwelten gegenüberstehen“. ...mehr

Foto: Prof. M. Kiechle, München

(mko) „Was kann ein Mensch selbst tun, um gesund zu bleiben, um seine Gesundheitsressourcen zu stärken oder im Fall einer Krankheitsbewältigung?“ Diese Fragen stellen sich immer mehr Patienten und damit gerät die Komplimentärmedizin verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Viele Patientinnen, besonders Frauen mit Brustkrebs, sprechen inzwischen offen über ihre individuellen Behandlungswünsche oder lehnen Therapieempfehlung von Ärzten ab.
Viele Brustzentren haben sich inzwischen darauf eingestellt und bieten Komplimentärmedizin an. 90 Prozent der Frauen, die unter der Diagnose Brustkrebs leiden, wenden sie bereits an, allerdings ohne mit ihrem behandelnden Onkologen darüber zu sprechen. So Professorin Marion Kiechle, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum rechts der Isar in München auf dem ersten Kongress für „Integrative Therapie des Mammakarzinoms“ in Berlin, der von dem Dachverband Anthroposophischer Medizin in Deutschland ausgerichtet wurde. ...mehr

(mko) Sind die Brüste einer Frau asymmetrisch, das heißt nicht gleich groß, so kann das ein Risikofaktor für Brustkrebs/ Mammakarzinom darstellen. Auch die Größe – Experten sprechen von Volumendifferenz der Brust – spielt eine Rolle, ebenso die Familien-anamnese, Alter und Status der Menopause. Künftig sollen asymmetrische Brüste bei dem Risikoprofil für Mammakarzinom berücksichtigt werden. Betrug bei gesunden Frauen die Volumendifferenz zwischen linker und rechter Brust durchschnittlich 52,99 ml, so lag die Differenz bei den erkrankten Frauen bei 63,17 ml. Untersucht wurden insgesamt über 12. 900 Frauen, die sich einer Mammographie unterzogen hatten so eine aktuelle Studie aus England.