(mko) Hand- und Heimwerker sollten beim Anrühren von Fliesenkleber darauf achten, möglichst keinen Zementstaub einzuatmen. Dieser kann die Atemwege reizen und zudem Chromat enthalten – eine Substanz, die möglicherweise Krebs erzeugend ist. So lautet eine Warnung der Lungenärzte des in Hildesheim. „Da Chromat bei Hautkontakt auch allergische Reaktionen hervorrufen kann, sollten bei der Verarbeitung von zementbasiertem Fliesenkleber außerdem unbedingt wasserundurchlässige Handschuhe getragen werden“, betont Dr. Michael Barczok, Vorstandsmitglied des BdP und praktizierender Pneumologe im Lungenzentrum Ulm, das sich unter anderem auch auf die Erkennung und Behandlung von Allergien spezialisiert hat.
Wichtig ist auch das Haltbarkeitsdatum, denn um den Chromatgehalt der Fliesenkleber zu senken, werden Chromatreduzierer zugesetzt, die allerdings eine begrenzte Haltbarkeit aufweisen. „Nach Ablauf der Frist kann die Chromatkonzentration daher wieder zunehmen“, warnt Barczok. „Deshalb sollte man vor dem Kauf oder dem Anrühren eines Fliesenklebers auf die Haltbarkeitsangaben schauen.“
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Neue Therapie bei Metastasen in der Lunge
(mko) Ist die Metastasenbildung in der Lungen soweit fortgeschritten, dass sie nicht mehr operiert
werden kann, setzen Chirurgen eine neue Methode ein,
die sogenannte „selektive Applikation des Chemotherapeutikums“. Das heißt, die lokale Behandlung
erfolgt direkt in die Metastase hinein. Die Vorteile dieser sogenannten transpulmonalen Chemoembolisation oder TPCE-Methode sind: niedrige Dosierung des
Chemotherapeutikums, weniger Belastung für den Patienten, weniger Nebenwirkungen.
In Studien stellten die Wissenschaftler fest, dass die durchschnittliche Abnahme der Tumormasse bei 56,8 Prozent lag. Gut behandelbar sind Lungenmetastasen von soliden Tumoren wie Schilddrüsen-, Mus-kel- und Nierenkarzinomen. Die Behandlung wird über die Arterie mit Hilfe eines winzigen Ballonka-theters direkt im Streuungsbereich durchgeführt.
Lungenerkrankungen: Yoga löst Atemblockierungen
(mko) Asthmatiker, Patienten mit chronischer Bronchitis und Leute mit einem Emphysem (Luftblähung der Lunge) kennen das: jeder A-temzug kostet Überwindung, denn die Angst keine Luft mehr zu be-kommen ist allgegenwärtig. Diese Angst aber blockiert die Atemwe-ge. Freier und angstfreier zu atmen schafft man mit speziellen Yoga-Übungen. Diese alte, doch hoch effektive Methode wird jetzt wie-der an der Universität von Kalifor-nien gelehrt. Betroffene Patienten lernen – parallel zu ihrer medika-mentösen Einstellung – spezielle Yogaübungen, die den Atemrhyth-mus beeinflussen und Blockierun-gen abbauen. „Es geht darum, den eigenen Körper zu verstehen und zu spüren wie der Atem fließt, da-mit sich durch Yogaübungen der Brustkorb öffnen kann.“ So Ginger Carriere-Kohlman.