Imatinib wurde als erstes molekular zielgerichtetes Medikament entwickelt, das Genmutationen in Krebszellen entgegen wirkt. Der Wachstumshemmer (medizinisch Tyrosinkinaseinhibitor) hat in Studien eine hohe Effektivität bei der Behandlung fortgeschrittenen GIST gezeigt.
Die Zulassung von Imatinib (2002) bedeutete für Patienten mit metastasierten Tumor einen Durchbruch n der Behandlung: Denn über 80 Prozent profitierten von der Therapie und in 68 Prozent der Fälle bildete sich der Tumor zurück. Imatinib hat auch bei speziellen Formen der Leukämie gut Erfolge gezeigt.
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Chronische Leukämie: Dank effektiver Wirkstoffe überleben 86 Prozent der Patienten
Bei einer Leukämie, d. h. bei Blutkrebs kommt es zu einer krankhaften Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). In Deutschland erkranken etwa 12.000 Menschen jährlich an Leukämie. Bei rund 1.500 Patienten lautet die Diagnose „Chronische Myeloische Leukämie/CML“, hier handelt es sich um eine chronisch verlaufende Form des Blutkrebses. Bei der Mehrzahl aller CML-Patienten ist die Ursache eine Chromosomenanomalie, Mediziner sprechen vom Philadelphia-Chromosom.
Die einzige erwiesene Heilungschance ist die Stammzelltransplantation. Allerdings ist es schwer einen geeigneten Spender zu finden. Die Immuntherapie mit Interferon Alfa war bis Ende der 90er Jahre Therapiestandard. Eine lang andauernde Genesung (Remission) kann mit dieser Behandlung jedoch nur in wenigsten Fällen erreicht werden.