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1508_artikel_images(mko) Ein großer Bauchumfang ist ein sichtbares Zeichen für zu viel inneres Bauchfett. So liegt z.B. bei Frauen der Grenzwert bei 88 Zentimetern, bei Männern bei 102 Zentimetern – Fett am Bauch bedeutet ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen (Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Denn: Menschen mit gleichem Gewicht können aufgrund der Fettverteilung ein unterschiedliches Risiko für Stoffwechsel-Erkrankungen z.B. Bluthochdruck, zu hohe Blutfett- und Blutzuckerspiegel und Typ-2-Diabetes haben. Unsere Fettzellen sind nicht passiv, im Gegenteil, sie beteiligen sich aktiv am Stoffwechsel. Das Fett im Bauchraum unterliegt speziellen biochemischen, hormonellen und molekularbiologischen Prozessen und wirkt sich ungünstig auf den Fettstoffwechsel aus. Daher emp-fiehlt die Deutsche Adipositas Ge-sellschaft z.B. eine regelmäßige Messung des Bauchumfangs, schon bei einem BMI über 25 ( der Body Mass Index zeigt das Verhältnis von Körperwicht und Körpergröße, berücksichtigt allerdings nicht, wo das Fett sitzt).Und so wird der Bauchumfang gemessen:
  •   Im Stehen mit freiem Oberkörper
  •   Maßband in die Mitte legen, zwischen dem oberen Rippenbogen und dem  Beckenkamm anlegen
  •   In gerader Linie das Maßband zwischen den beiden Punkten um den Bauch herumführenØ Ablesen des Bauchumfangs im leicht ausgeatmetem Zustand

(mko) Was in der Krebstherapie schon angewandet wird, soll bald auch Patienten mit Übergewicht helfen, denn Übergewicht gilt als hoher Risikofaktor für Diabetes- und Herz-Kreislauferkrankungen. Die Forscher Wadih Arap und Re-nata Pasqualini aus Houston, Te-xas//USA haben ein Peptid, d. h. eine kurze Kette von Aminosäure-Molekühlen als Wirkstoff entwi-ckelt, der ganz gezielt die Zellen von Blutgefäßen angreift, die das Fettgewebe versorgen. Es handelt sich dabei um ein Peptid, das an ein Prohibitin genanntes Protein anbin-det und zwar auf der Zelloberfläche der Blutgefäße. Zusätzlich wird dieses Peptid mit einem weiteren gekoppelt, das Zellen das Signal zum Selbstmord (sogenannte A-poptose) gibt. Das Fettgewebe wird ohne die Blutgefäße nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und ab-gebaut. So das vorläufig positive Ergebnis mit Mäusen.