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(mko) Bei den Urlaubsvorbereitungen vergisst man häufig Impfungen und auch die Infektionsgefahr vor Ort. Gerade in den so beliebten Mittelmeerländern kommt es oft zu einer Ansteckung mit dem Hepatitis-A-Virus. Dieser Erreger verursacht Gelbsucht, eine Lebererkrankung und kann sowohl durch Schmierinfektion als auch über verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel, besonders Meeresfrüchte und Schalentiere übertragen werden – auch noch in gekochtem Zustand -. Eine 2004 durchgeführte Untersuchung des Tropeninstitutes München ergab, dass z.B. in Ägypten, Marokko, Tunesien und der Türkei ein hohes Infektionsrisiko für Hepatitis A besteht. Bei Reisen nach Griechenland, Portugal und Süd-Italien wiederum ist das Risiko, sich im Verlauf eines Urlaubs mit Hepatitis A zu infizieren, im Vergleich zu Deutschland zwar nicht extrem, aber eine Impfung ist dennoch ratsam. Bei Infektion treten Symptome auf wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Bereich des rechten Rippenbogens, Dunkelfärbung des Urins, Hellfärbung des Stuhles und schließlich zur Gelbfärbung der Haut kommen. Der Krankheitsverlauf fällt individuell sehr unterschiedlich aus und ist abhängig vom Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand. Eine spezifische Behandlung der Hepatitis A ist nicht verfügbar. Antibiotika sind nicht wirksam, da es sich um eine Viruserkrankung handelt. Der einzige Schutz ist die rechtzeitige Impfung.

Seit gut einem Jahr ist es den gesetzlichen Krankenversicherungen per Gesetz erlaubt, die Kosten für Reiseimpfungen auf freiwilliger Basis zu erstatten. Mit rund 70 Krankenkassen hat sich bisher etwa jede 3. in Deutschland dazu entschlossen, das Angebot in ihren Leistungskatalog aufzunehmen. „Ich empfehle jedem, der eine Auslandsreise plant, die Chance zu nutzen und den persönlichen Impfschutz überprüfen zu lassen“, sagt PD Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf. Eine aktuelle Liste der Krankenkassen, die die Kosten für Reiseimpfungen erstatten, ist auf der Internetseite www.crm.de/Krankenkassen veröffentlicht. Liste der Krankenkassen

Andere Länder haben oftmals auch andere Infektionsrisiken. Beispielsweise empfiehlt das CRM bei Reisen in südliche Länder, etwa in Regionen rund um das Mittelmeer, die Impfung gegen Hepatitis A. Schon in Ost- und Südosteuropa kann Tollwut zu einem Problem werden. Bei einer Fernreise können eine Reihe weiterer Impfungen hinzukommen. Je nach Reiseziel und Reiseart kann unter anderem die Impfung gegen die Erreger von Typhus, Gelbfieber, Kinderlähmung, Hirnhautentzündung (Meningokokken) und Japanischer Enzephalitis sinnvoll sein. ...mehr

(mko) Ägypten, Tunesien und die Türkei sind beliebte Reiseländer. Über sechs Millionen Deutsche reisen jedes Jahr in diese Hochrisi-kogebiete für Hepatitis A und B (Virus-Hepatitis-Gelbsucht). Häu-fig fehlt ein Impfschutz. So Dr. Stephan Pröll vom Institut für Tro-penmedizin der Universität Mün-chen. Urlaubsrückkehrer, auch wenn sie selbst nicht erkrankt sind, tragen das Virus in sich und kön-nen es weitergeben. Daher rät der Experte allen Urlaubern vor einer Reise nach Ägypten, Tunesien, Türkei und Marokko sich impfen zu lassen. Das Risiko, sich mit He-patitis B zu infizieren, ist von allen Mittelmeerländern in Ägypten am höchsten. Für Hepatitis A gilt: Peinliche Sauberkeit und Hygiene, persönlich und bei den Speisen. Bei Hepatitis B gilt: Safer-Sex und Vermeidung von Blutaustausch.