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(mko)  Die elektrische Hirnstimulation reduziert Appetit und Nahrungsaufnahme ganz ohne Diät. Die Kalorienaufnahme verringerte sich bei Probanden einer Studie einer Lübecker Forschungsgruppe um 14 Prozent. Die elektrische Stimulation des Gehirns durch den Schädel (transkraniell) ist eine nicht-invasive Methode, die bereits zur Behandlung von psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen begleitend in der Klinik eingesetzt wird. Es gab bereits Hinweise, dass diese Art der Hirnstimulation ebenfalls das subjektive Verlangen nach Essen reduzieren kann. Dabei spielt ein besonderes Areal der Großhirnrinde ein wichtige Rolle in der Regulation von Appetit und Nahrungsaufnahme. Die Wissenschaftler um Professorin Kerstin M. Oltmanns, aus dem Bereich Psychoneurobiologie der Universität Lübeck vermuteten daher, dass die wiederholte elektrische Stimulation dieses Bereiches zu einer Abnahme der Nahrungsaufnahme führt.Das nun gezeigte Studienergebnis bedeutet für die Therapie von Übergewichtigen einen völlig neuen Behandlungsansatz, der bei den Betroffenen gänzlich ohne Diät und Sportprogramm auskommt. Eine sehr verlockende Perspektive. Oltmanns: “Unsere Studie zeigt eine vielversprechende Möglichkeit, mittels Gleichstromstimulation des rechten  dorsolateral prefrontal cortex (DLPFC) sowohl die Kalorienaufnahme als auch den Appetit zu reduzieren. In der Studie wurden 14 junge Männer mit einem Body-Mass-Index (BMI) zwischen 20 und 25 über einen Zeitraum von acht Tagen mit einer täglichen Gleichstromanwendung (transcranial direct current stimulation, tDCS) oder einer Placebo-Bedingung stimuliert.

(mko) Ein Vorfall mit tödlichem Ausgang unter japanischen Jugendlichen in Nagasaki: eine Grundschülerin tötete eine Klassenkame-radin, weil sie glaubte, von ihr auf der WEB-Seite beleidigt worden zu sein. Das hat gezeigt, dass Men-schen, die überlange im Internet chatten, zu Gewalt neigen. So der Neurologe Professor Akio Mori von der Nihon Universität. Das ü-bermäßige Spielen von Video-Games und stundenlanges Chatten im Internet stört und behindert, so der Neurologe, die Großhirnrinde in dem Bereich, der für die Urteils-fähigkeit und Kreativität zuständig ist. Mori nennt das „Game-brain“ und bezeichnet damit den niedrigen Aktivitäts-Level, der in dieser Zeit bei diesen Menschen in der Groß-hirnrinde messbar ist.