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(mko) Heißhunger auf frische Erdbeeren und dann plötzlich Bauchweh? Schuld kann der Fruchtzucker (Fruktose) sein. Fruktose kommt in vielen Obstsorten vor, auch in Honig, Kohlgemüse und Bier. Die Unverträglichkeit von Lebensmitteln gleicht den Symptomen eines allergischen Schubs – man spricht hier von einer Intoleranz. Das bedeutet, dass be-stimmte Nahrungsbestandteile ent-weder gar nicht oder nicht ausrei-chend verdaut werden. Häufig kommt es zu Durchfall, Blähungen oder Verstopfung. Führt der Verzehr von Erdbeeren zu Bauchweh, sollten sie für eine Weile vom Speiseplan gestrichen werden. ...mehr

(mko) Ein erhöhter Glutamat-Spiegel im Gehirn scheint der Grund dafür zu sein, dass Menschen mehr Alkohol trinken und auch vertragen berichtet das Fach-magazin „Nature Medicine“. Forscher haben bei Tierversuchen festgestellt, dass Mäuse mit einer be-stimmten Mutation des Per2-Gens dem Alkohol sehr zugetan waren. Dieses Gen wiederum steuert mit anderen Erbanlagen den Schlaf-Wach-Rhythmus. Bei Mäusen mit dem mutierten Gen war dieser Rhythmus gestört. Bei weiteren Untersuchungen fanden die Wis-senschaftler vermehrt Glutamat im Gehirn der Tiere – was auch im Gehirn von alkoholkranken Men-schen der Fall ist. Nun vermutet man aufgrund der Studienergebnis-se, dass nicht, wie bisher ange-nommen, der Körper als Gegenef-fekt zur einschläfernden Wirkung des Alkohols, vermehrt Glutamat produziert, sondern, dass bereits relativ viel Glutamat im Gehirn derjenigen Menschen vorhanden ist, die viel Alkohol vertragen und deshalb auch viel trinken.

(mk) Viele Menschen glauben, dass der Geschmacksverstärker Glutamat, der zum Würzen – besonders in der chinesischen Küche – verwendet wird, bei ihnen Prickeln im Gesicht, Kopfschmerzen, Schwä-chegefühle oder Herzklopfen aus-löst. So entstand der Begriff „Chi-narestaurant-Syndrom“. Richtig ist aber, dass in fast allen Lebensmit-teln heute der Geschmacksverstär-ker Glutamat zum Würzen ver-wendet wird. Über die Nahrung nehmen wir (bei normaler Misch-kost) täglich 8 bis 12 Gramm Glu-tamat auf. Unbekannt ist häufig, dass Glutamat in unserem Orga-nismus eine wichtige Funktion bei der Übermittlung von Informatio-nen im Gehirn hat. Bei normaler (und selbst bei glutaminreicher) Ernährung, so ließ jetzt die Deut-sche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn wissen, wurde bis-her, anhand von Studien keine schädigende Wirkung des Geschmackverstärkers festgestellt.

Als Glutamate werden im allgemeinen Sprachgebrauch die Salze der Aminosäure Glutaminsäure bezeichnet. Für die Verwendung in Lebensmitteln sind sechs Glutamin-säureverbindungen als Zusatzstoffe zugelassen: die Lebensmittelkenn-zeichnung lautet E 620 bis E 625 und muss auch als Einzelkenn-zeichnung angegeben werden.