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(mko) Die Hoffnung bald eine künstliche Hornhaut bei Geschwüren und Verletzungen der Augen zu haben, rückt näher. Auch eine trübe oder unregelmäßig geformte Hornhaut, können eine Hornhauttransplantation notwendig machen. Mediziner sind deshalb seit langem auf der Suche nach dem idealen Material für eine künstliche Hornhaut – bislang nur mit geringem Erfolg. „Ob Glas, Plastik oder verschiedene moderne Kunststoffe: Die meisten Hornhautprothesen wurden früher oder später vom Gewebe abgestoßen“, so Professor Klaus-Peter Steuhl vom Universitätsklinikum Essen. Die Verpflanzung einer Spenderhornhaut ist deshalb bis heute die bevorzugte Therapie geblieben. Nur wenn sie mehrfach misslingt oder nicht möglich ist, kommt eine künstliche Hornhaut überhaupt infrage. ...mehr

(mko) Die Mehrzahl der Diabetiker trägt falsche Schuhe, entweder zu enges oder zu weites Schuhwerk. Das zeigten Untersuchungen an der Universität von Ulster/England. Ein zu enger Schuh übt jedoch vermehrt Druck auf die Nervensensibilität von Zehen und Fuß aus und das kann – zuerst unbemerkt – zu kleineren Verletzungen und Infek-tionen führen. Als Folge treten dann oft schwer zu heilende Geschwüre auf bis hin zur Amputation.

(mko) Bei schweren Verbrennungen und Geschwüren kommt es darauf an, das Infektionsrisiko niedrig zu halten. Es gibt inzwischen ein neues Medikament mit einem Dreifach-Ansatz, das neben einer schnelleren Wundheilung gleichzeitig auch das Infektionsrisiko reduziert. Diese Innovation war wichtig, denn allein in Deutschland werden pro Jahr über 350.000 Menschen ambulant und weitere 15.000 stationär wegen Verbrennun-gen behandelt, zehn Prozent auf ei-ner Intensivstation. Kinder unter fünf Jahren und Personen über 65 Jahre sind besonders gefährdet. Ursache sind meist häusliche Unfälle. So Pro-fessor Peter Vogt aus Hannover. Bei Kindern reicht z. B. schon eine Tee-tasse heißes Wasser, um eine Verbrennung von zehn Prozent der Körperoberfläche zu verursachen. Auch Raucher haben schlechte Be-dingungen für die Wundheilung und Patienten mit Unterschenkel-, Druck- und Fußgeschwüren, etwa Diabetiker, benötigen eine möglichst risikoarme feuchte Wundbehand-lung.