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(mko) Die Inder schwören auf Kurkuma (Turmeric) und sagen dem gelben Gewürz heilende Kräfte nach. Es soll vor Krebs schützen und auch dafür sorgen, dass die Alzheimer-Krankheit in Indien weniger verbreitet ist. Wie sich seine Wirkung verbessern lässt, untersuchen jetzt Forscher der Universität Hohenheim.
Pflanzliche Kost liefert dem Körper in erster Linie Nähr- und Mineralstoffe. Im Gegensatz zu diesen primären Stoffen nimmt der Körper sekundäre Pflanzenstoffe nur zu einem geringen Teil auf und scheidet sie schnell wieder aus. Gelegentlich haben gerade diese Substanzen eine gesundheitsfördernde Wirkung.
Der Organismus erkennt sie aber als körperfremd und versucht sie gleich wieder loszuwerden. Daher arbeiten die Wissenschaftler an Strategien, wie sie den Körper überlisten können, damit er die Stoffe stärker aufnimmt oder weniger schnell wieder ausscheidet.
Kurkuma ist ein Gelbwurzextrakt und wesentlicher Bestandteil von Curry-Mischungen. Ihm werden gleich fünf gesunde Eigenschaften zugeschrieben: Er soll den Cholesterinspiegel senken, antioxidativ und antientzündlich wirken und außerdem Krebserkrankungen hemmen. Weil er auch altersbedingte Veränderungen im Gehirn verlangsamt, könnte er das Risiko senken, an Alzheimer zu erkranken.
Mehrere Forscher untersuchen jetzt, inwiefern sich durch Curcumin, dem gelben Farbstoff des Kurkuma-Rhizoms, altersbedingte Veränderungen von Gehirnzellen aufhalten lassen, ob seine schützende Wirkung von der persönlichen genetischen Ausstattung abhängig ist, wie Fresszellen im Gehirn durch Curcumin aktiviert werden und zur Beseitigung von beschädigten Zellbestandteilen beitragen können und wie Curcumin das Wachstum von Gehirntumoren hemmt. ...mehr