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(mko) Wer an Urlaub denkt, vergisst Impfung und Infektionsgefahr. Aber: Gerade in den so beliebten Mittelmeerländern kommt es häufiger zur Ansteckung mit dem Hepatitis-A-Virus. Dieser Erreger verursacht Gelbsucht, eine Lebererkrankung und kann sowohl durch Schmierinfektion als auch über verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel, besonders Meeresfrüchte und Schalentiere (auch noch in gekochtem Zustand) über-tragen werden. Eine 2004 durchgeführte Untersuchung des Tropeninstitutes München ergab, dass z.B. in Ägypten, Marokko, Tunesien und der Türkei ein hohes Infekti-onsrisiko für Hepatitis A besteht. Bei Reisen nach Griechenland, Portugal und Süd-Italien wiederum ist das Risiko, sich im Verlauf eines Urlaubs mit Ferien am Mittelmeer: Wichtig Hepatitis A-Impfungzu infizie-ren, im Vergleich zu Deutschland zwar nicht extrem, aber eine Imp-fung ist dennoch ratsam. Bei Mu-scheln aus Süditalien wurde aller-dings im Jahr 2000 ein Durchseuchungsgrad mit dem Hepatitis A-Virus von 27,4 Prozent festgestellt. Bei Infektion treten Symptome auf wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Bereich des rechten Rippenbogens, Dunkelfärbung des Urins, Hellfärbung des Stuhles und schließlich zur Gelb-färbung der Haut kommen. Der Krankheitsverlauf fällt individuell sehr unterschiedlich aus und ist abhängig vom Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand. Eine spezifische Behandlung der Hepatitis A ist nicht verfügbar. An-tibiotika sind nicht wirksam, da es sich um eine Viruserkrankung handelt. Der einzige Schutz ist die rechtzeitige Impfung.

(mko) Aus China werden zahlreiche Fälle von Durchfallerkrankungen und vereinzelt auch von Cholera gemeldet. Betroffen sind insbesondere die Küstenregio-nen, aber auch Großstädte und Handelsregionen wie Shanghai und Hongkong. Das Centrum für Reisemedizin (CRM), Düsseldorf, www.crm.de empfiehlt allen, die eine Reise nach China planen, sich von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt oder Apotheker über die notwendige Gesundheitsvorsorge beraten zu lassen. In den meisten Fällen wurden die Infektionen durch unzureichend gegarte Meeresfrüchte übertragen. „Der Verzehr von rohem Fisch, der in den asiatischen Ländern sehr beliebt ist, aber auch von Mu-scheln, birgt immer ein Risiko für Darminfektionen. Reisende sollten daher unbedingt die alte englische Grundregel: ‚cook it, peel it or for-get it’ beachten – also nur das es-sen, was hygienisch einwandfrei ist“, rät Dr. Burkhard Rieke. Zur grundsätzlichen Ge-sundheitsvorsorge bei Reisen nach China gehört nach Ansicht erfahre-ner Reisemediziner ein aktiver Impfschutz vor Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie sowie vor Hepatitis A. Diese Form der Gelbsucht wird ebenfalls über verunreinigte Nah-rung übertragen. Die reisemedizinische Beratung sollte darüber hinaus individuell je nach Reiseregion und Art der Reise klären, ob Impfungen gegen Typhus, Hepatitis B und Tollwut sinnvoll oder notwendig sind, aber auch, welche Vorsorge aktuell bei Reisen in die durch Giftunfälle betroffenen Regionen am Fluss Songhua und in der Provinz Chongqing zu treffen sind. China gehört zu den Ländern, die von der Vogelgrippe betroffen sind. Bis Anfang Dezember waren mehr als 30 Ausbrüche gemeldet. Das CRM empfiehlt daher allen Reisenden, in den betroffenen Re-gionen jeglichen Kontakt mit Vögeln zu vermeiden und auch Geflügelgerichte und Eierspeisen nur gegart zu akzeptieren.