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(mko) Frauen wollen zunehmend ihren Zyklus selbst bestimmen, d. h. flexibler bei der Empfängnisverhütung und beim Timing der Menst-ruation sein. Nur so ließe sich Frei-zeit und Berufsleben besser planen und würde nicht durch die typischen perimenstruellen Symptome bzw. monatszyklischen Beschwerden eingeschränkt. 26 bis 35 Prozent von 1.195 befragten Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahre sprechen sich nach wie vor für eine monatliche Periode aus, 37 bis 46 Prozent wollen am liebsten gar kei-nen monatlichen Zyklus mehr und 11 bis 14 Prozent der Frauen würden die Menstruation für längere Zeit unterdrücken. Frauenärzte raten in diesem Fall zu dem Lang-zyklus, d. h. die Pille wird ein hal-bes Jahr ohne Unterbrechung ein-genommen. Geeignet sind dafür nur Einphasenpräparate als Mikro-pillen mit konstanten Ethinylestra-diol- und Gestagendosen. „Favori-siert wird weltweit der 63- oder 84-tägige Einnahmemodus, also drei oder vier Packungen hinterein-ander, mit anschließendem sieben-tägigen einnahmefreien Intervall“. So Professorin Cosima Bruckner von der Universitätsfrauenklinik Ulm. Es gibt allerdings auch eine medizinische Notwendigkeit für einen Langzyklus und zwar bei Blutungsstörungen oder schmerzhaften Blutungen, bei Endometriose, bei Myomen, Zysten oder zyklusabhängigen Erkrankungen wie Migräne, Depression oder Multiple Sklerose. Die Risiken beim Langzyklus sind die gleichen wie bei der Pilleneinnahme, so die Expertin.