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Eine Million Menschen leiden an einem Restless-Legs-Syndrom (RLS, das jedoch wenig be­kannt ist. Häufig werden die Beschwerden vieler RLS-Betroffener ( Frauen erkranken häufiger als Männer) verkannt und nicht selten als Befindlichkeitsstörung angesehen. Das Restless-Legs-Syndrom steht für die „Erkrankung der unruhigen, ruhe- oder rast­losen Beine“. Dabei handelt es sich weder um eine eingebildete Krankheit, noch um eine leichte Befindlichkeitsstörung. Im Gegenteil: Die Betroffenen leiden teilweise unter starken Beschwerden mit erhebli­cher Beeinträchtigung der Lebensqualität. Am Abend und in der Nacht beginnen ziehende, reißende, kribbelnde, ju­ckende, bren­nende, bohrende oder krampfartige Schmerzen und Mißempfin­dungen in den Beinen. Die einzige Linderung verschafft Bewegung. Viele Be­troffene wandern daher nachts in der Wohnung umher oder suchen andere Wege, sich zu helfen. Ein Teufelskreis beginnt: Nachts finden RLS-Kranke keinen ausreichenden und erhol­samen Schlaf. Tagsüber sind sie übermüdet und zermürbt. Der chronische Schlafman­gel kann schließlich zu körperlicher und seelischer Erschöpfung füh­ren. Depressionen und sozialer Rückzug sind nicht selten die Folgen. Die Ursachen sind noch nicht eindeutig geklärt. Mediziner unterscheiden zwi­schen dem „primären“ RLS (aufgrund Vererbung bzw. Veranlagung) und dem „se­kundären“ RLS als Folge anderer Erkrankungen. Man vermutet die Ursache des primären RLS im Dopaminstoffwechsel des Körpers. Deshalb können Medikamente, die wie dieser körpereigene Botenstoff wirken, beim RLS sehr hilfreich sein. Als eine der wichtigsten Ursachen des sekundären RLS gilt Eisenmangel, der insbe­sondere bei Frauen relativ häufig vorkommt. Aber auch bestimmte Medi­kamente, Poly­neuropathien, ein Bandscheibenvorfall oder eine Schwanger­schaft können RLS auslö­sen. Jetzt gibt es eine kostenlose Aufklärungsbroschüre: „Restless Legs Syndrom – rasche Hilfe bei unruhigen Beinen“ von Pro­fessor J. P. Sieb aus Stralsund. Die 24-seitige Broschüre informiert ausführlich über die Erkrankung, vermittelt wertvolle Tipps und gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen: Was sind die Ursachen des RLS? Wie wird RLS diagnostiziert? Wie häufig kommt RLS vor? Was sind die Folgen? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es? Was kann man selbst tun? Die Broschüre kann kostenlos auf der Internetseite der Deutschen Gesund­heitshilfe Broschüre runterladenunter (Bereich „Aktuelles“) heruntergeladen werden.