Schlagwort-Archive: Diabetiker

(mko) Diabetiker, die Insulin benötigen und ihr Urlaubsziel mit dem Flugzeug per Kurz- oder über mehre Zeitzonen per Langstrecke anfliegen, sollten sich vorher in ihrer Ambulanz gut beraten lassen, auch über den Versicherungsschutz bei ihrer Krankekkasse. Wer allein reist sollte auch das Flugpersonal über die Erkrankung informieren und vor Abflug bei der Airline nach diabetesgerechten Mahlzeiten fragen. Auch treten in den Urlaubsmonaten häufiger Flug-Verspätungen auf, das bedeutet längeres Warten (auch an den Gepäckbändern) als eingeplant. Dieser Stress kann den Zuckerhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Auf Reisen sollte generell der Blutzucker häufiger gemessen werden. Im Urlaub sollte Ratsam daher: Kleine Snacks für unterwegs und Traubenzucker im Handgepäck mitnehmen, um zu niedrige Blutzuckerwerte zu vermeiden. Ins Handgebäck gehören:

• das gekühlte Insulin für die gesamte Reise
• Pen oder Spritze
• Glukakonspritze, wenn benötigt
• Blutzuckergerät und alle Teststreifen
• Blutzucker-Tagebuch
• Aceton-Teststreifen
• ausreichend PEN-Nadeln und Lanzetten für den Flug
• Box für gebrauchte Gegenstände
• Not-Broteinheiten (Traubernzucker)
• Diabetes-Ausweis in versch. Sprachen

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(mko) Ein Quantensprung in Richtung Früherkennung ist die neue „Protein-Muster-Erkennung“ des Biochemikers Professor Harald Mischak – ein einfacher Urintest – DiaPat – (diagnostic pattern) von der „mosaique diagnostics and therapeutics AG“ in Hannover, der jetzt erstmals auf der MEDICA 2009 in Düsseldorf vorgestellt wurde. Der Labor-Test zeigt und weist verdächtige Gene und Eiweißspuren in Körperflüssigkeiten nach. Dadurch ist die Medizin erstmals in der Lage, Krankheiten nicht nur mit einer bisher nicht für möglich gehaltenen Genauigkeit zu diagnostizieren. Erstmals könnten Krebs-, Nieren- oder Gefäßerkrankungen, die zu den häufigsten Todesursachen in Industrieländern gehören, im Entstehungsprozess erkannt werden. Zum Teil bereits vor der Organschädigung. In einem einzigen Analyseverfahren aus einer Urinprobe werden rund 6.000 Proteine erfasst. Proteine sind wichtige Informationsträger des Körpers, sie sind bedeutend für den Aufbau und die Funktion von Zellen und Organen. Krankhafte Veränderungen werden durch spezifische Proteinmuster abgebildet.

Diese Eiweiße gelangen aus Stoffwechselvorgängen im Körper über die Nieren in den Harn und hinterlassen dort in ihrer Zusammensetzung spezifische Muster. Aus diesem „Eiweiß-Cocktail“ herauszufiltern, was krankheitsverdächtig ist und was nicht, bleibt dann dem Computer überlassen und Statistiken. Die Ergebnisse dieser Untersuchung können vielfältig genutzt und nach diversen Krankheitsbildern analysiert werden. Der „DiaPat-Labortest hat in 28 Studien mit über 14.000 qualifizierten Patientenproben und Veröffentlichungen in der wissenschaftlichen Fachpresse wie Nature Medicine,Blood, Lancet, Oncology, Kidney International, zu unterschiedlichen Erkrankungen die Zuverlässigkeit seiner Diagnose bewiesen (je nach Indikation Sensitivität und Spezifität um 90 %). Der Test würde auch die Medikamentenentwicklung und -behandlung sicherer machen. ...mehr

Foto: Heritage Mauritius

(mko) Solange Diabetiker ihren Stoffwechsel gut unter Kontrolle haben, steht einem Fernurlaub nach Afrika oder Indien d.h. in die Tropen oder Subtropen nichts im Wege. Diabetiker sind praktisch nicht anfälliger für Infektionskrankheiten als Nicht-Diabetiker. Eine ärztliche Untersuchung rechtzeitig vor Antritt der Reise ist ratsam, denn der Stoffwechsel sollte schon einige Monate vor Urlaubsbeginn stabil eingestellt sein. Wichtig ist auch, dass Betroffene die Harn- und Blutzuckerwerte mit Teststreifen selbst kontrollieren können.
Bei Fernflügen und damit verbundenen Zeitverschiebungen muss ein Plan für die Einnahme der Medikamente aufgestellt werden. Ausreichend Insulin (Kühltasche) und Spritzen gehören ins Reisegepäck, davon einige vorsorglich ins Handgepäck, falls die Koffer verloren gehen oder erst später eintreffen.
Dennoch gibt es einige Diabetiker die besser nicht in die Tropen reisen sollten, z. B: ...mehr

(mko) Die Mehrzahl der Diabetiker trägt falsche Schuhe, entweder zu enges oder zu weites Schuhwerk. Das zeigten Untersuchungen an der Universität von Ulster/England. Ein zu enger Schuh übt jedoch vermehrt Druck auf die Nervensensibilität von Zehen und Fuß aus und das kann – zuerst unbemerkt – zu kleineren Verletzungen und Infek-tionen führen. Als Folge treten dann oft schwer zu heilende Geschwüre auf bis hin zur Amputation.

(mko) Diabetiker- Schokolade, -Kekse,- Marmelade – alles überflüssig, sagt das Institut für Risikobewertung (BfR). Vielmehr gilt: Diabetiker sollten sich an den Ernährungsempfehlungen, die auch für die breite Bevölkerung gelten orientieren: täglicher Verzehr von Obst und Gemüse, aufgrund der Ballaststoffe und der antioxidativen wirkenden Inhaltsstoffe. Außerdem würden auch Diabetiker von einer, derzeit auf EU-Ebene diskutierten, erweiterten Nährwert- Kennzeichnung profitieren, die ausführliche Hinweise zu Inhalten von: Gesamtzucker, gesättigten Fettsäuren, Ballstastoffen und Kochsalz gibt.

(mko) Wichtig für Diabetiker, Patienten mit einem Metabolischen Syndrom (Zuckerkrankheit plus Fettstoffwechselstörung plus Bluthochdruck) und Bluthochdruck sollten regelmäßig ihren Urin untersuchen lassen. Denn: Enthält er kleine Mengen Eiweiß, kann das auf eine Störung der Nierenfunktion hindeuten. Ärzte sprechen dann von einer Mikroalbuminurie. Das Eiweiß im Urin kann auch ein Hinweis darauf sein, dass im Körper Arterien geschädigt sind. Die mög-lichen Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall oder der Verlust einer Niere. Wird das Problem jedoch früh erkannt, kann man es medikamentös verbessern. Im Frühstadium besteht sogar die Möglichkeit, dass sich die Blutfilter der in Niere wieder vollständig erholen. Aber: Patienten sollten auch die Ernährung verändern und z. B. nur sechs bis acht Gramm Kochsalz pro Tag mit der Nahrung aufnehmen. Deutsche Diabetes Gesellschaft