Schlagwort-Archive: Diabetes

(mko) Endlich Urlaub, aber dann fehlt plötzlich der Koffer auf dem Gepäckband. Wer unter zu hohem Blutdruck, Diabetes oder anderen chronischen Erkrankungen leidet oder Malariatabletten zur Prophylaxe einnimmt, sollte auf Reisen dringend benötigte Arzneimittel im Handgepäck mitnehmen. Seit dem 11. September dürfen allerdings Arzneimittel hier nur mit besonde-rer Bescheinigung (beglaubigte Rezeptkopien mit dem Namen, der auch auf dem Flugticket vermerkt ist) mitgenommen werden. Natür-lich kann man nötige Medikamente im aufgegebenen Koffer transportieren. Jedoch können manche Arzneimittel die Minusgrade, die im Gepäckraum oft herrschen, nicht vertragen. Zum Beispiel Peptid-Arzneimittel wie Insulin oder Beta-Interferone, sie sollen nicht eingefroren werden. Hier ist es ratsam, diese Mittel bei der Bord-Crew abzugeben. Ratsam ist jedoch, sich vor Abflug bei der Airline danach zu erkundigen und mit dem Apo-theker ein Beratungsgespräch über mögliche Qualitätseinbußen bei Medikamenten durch zu starkes Sonnenlicht oder zu niedrige Tem- peraturen zu führen. Im Handge-päck dürfen seit August 2006 nur noch Flüssigkeiten in Behältern bis zu 100 ml Fassungsvermögen in transparenten, verschließbaren Plastikbeuteln, die nicht größer sind als 1 Liter (Drogerie-Handel), mitgenommen werden, Medika-mente und Spezialnahrung wie Di-abetiker- und Babynahrung sind davon allerdings ausgenommen.

Eine Beratungshotline unterstützt Eltern, deren Kinder an einem angeborenen Diabetes (Typ I) leiden. DIANINO Tel: 0180/2000 193 – dahinter steht eine Stiftung, die von namhaften Firmen wie Bayer Healthcare mit Spenden unterstüzt wird. Bei den betroffenen Kindern bildet die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr (lebenswichtiges Hormon für die Zuckerverwertung). Daher müssen sich die Kinder mehrmals am Tag spritzen. Das erfordert strenge Regeln und eine ständige Blutzuckerkontrolle. Die Hotline hilft Eltern den Alltag mit ihren Kindern besser zu bewältigen und gibt Ratschläge und Tips.

(mko) Neueste Daten aus den USA belegen, dass die zur Bluthochdruck-Behandlung eingesetzten harntreibenden Medikamente, so genannte Diuretika wahrscheinlich die Gefahr einer Zuckererkrankung fördern (Typ-2-Diabetes). Ausgewertet wurden insgesamt über 143. 000 Daten aus den Jahren 1966 bis Ende 2006, dazu der Vergleich von fünf verschiedenen Hochdruckmitteln gegeneinander an der Universität von Chicago. Außerdem wurde eine Rangordnung der Wirkstoffe festgelegt, durch die Bluthochdruck-Patienten während der Therapie an einem Typ-2-Diabetes erkrankten. Demnach war das am häufigsten bei harntreibenden Mitteln der Fall. Betablocker erhöhten das Risiko um 17 Prozent und Kalzium-Antagonisten erwie-sen sich als neutral. Patienten, die mit ACE-Hemmern behandelt wur-den erkrankten weniger an Diabe-tes (13 Prozent). Bei den Angio-tensin-Antagonisten war das sogar zu 25 Prozent weniger der Fall. Die Wissenschaftler gehen nun davon aus, dass Diuretika und eventuell auch Betablocker den Zuckerstoffwechsel stören, während die anderen Medikamente eher eine schützende Wirkung haben. Liegt eine gestörte Glukosetoleranz bei Patienten vor, sollten dennoch die teureren Mittel bevorzugt werden, um die ebenfalls teure Stoff-wechselerkankung Diabetes zu vermeiden.

(mko) Möglicherweise liefert ein Meerestier – die Muschel einer Garnele – eine Substanz, das Chitosan, ein natürliches Kohlehydrat für die Entwicklung einer Insulin-Tablette. Schon lange suchen Wisenschaftler nach einer Alternative zu der täglichen Insulinspritze, um die Lebensqualität von Diabetikern zu verbessern. Ein Team der National Tsing Hua Universität in Taiwan glaubt anhand von Laborver-suchen, dass winzige Nanopartikel dieser Substanz das Insulin, wenn es oral d.h. als Tablette eingenom-men wird, vor einer Zerstörung durch die Magensäure schützen kann. Diabetes oder Zuckerkrankheit ist eine chronische Stoffwech-selerkrankung, die sich durch eine verminderte oder fehlende Insulinproduktion oder verminderte Insulinwirkung bemerkbar macht und die mit erhöhten Blutzuckerwerten einhergeht.

(mko) Blutzucker-Patienten, die vor einer Operation stehen, sollten ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren lassen. Denn: Eine gute Blutzuckerkontrolle senkt das Risiko vor möglichen Infektionen nach der OP und verbessert den Allgemeinzustand. Laut einer US-Studie sollte der Hämoglobin-Spiegel (gemessen wird der Hb A1c-Wert der letzten drei Monate) bei guter Blutzuckerkontrolle mit weniger als sieben Prozent angezeigt werden. Patienten mit diesem Wert haben ein geringeres Infektions-Risiko nach dem Eingriff. Siehe auch: Deutsche Diabetes-Gesellschaft eV DDG

1508_artikel_images(mko) Ein großer Bauchumfang ist ein sichtbares Zeichen für zu viel inneres Bauchfett. So liegt z.B. bei Frauen der Grenzwert bei 88 Zentimetern, bei Männern bei 102 Zentimetern – Fett am Bauch bedeutet ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen (Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Denn: Menschen mit gleichem Gewicht können aufgrund der Fettverteilung ein unterschiedliches Risiko für Stoffwechsel-Erkrankungen z.B. Bluthochdruck, zu hohe Blutfett- und Blutzuckerspiegel und Typ-2-Diabetes haben. Unsere Fettzellen sind nicht passiv, im Gegenteil, sie beteiligen sich aktiv am Stoffwechsel. Das Fett im Bauchraum unterliegt speziellen biochemischen, hormonellen und molekularbiologischen Prozessen und wirkt sich ungünstig auf den Fettstoffwechsel aus. Daher emp-fiehlt die Deutsche Adipositas Ge-sellschaft z.B. eine regelmäßige Messung des Bauchumfangs, schon bei einem BMI über 25 ( der Body Mass Index zeigt das Verhältnis von Körperwicht und Körpergröße, berücksichtigt allerdings nicht, wo das Fett sitzt).Und so wird der Bauchumfang gemessen:
  •   Im Stehen mit freiem Oberkörper
  •   Maßband in die Mitte legen, zwischen dem oberen Rippenbogen und dem  Beckenkamm anlegen
  •   In gerader Linie das Maßband zwischen den beiden Punkten um den Bauch herumführenØ Ablesen des Bauchumfangs im leicht ausgeatmetem Zustand

(mko) Wer täglich bis zu sechs Tassen Kaffee trinkt, hält sein Risiko an Diabetes-Typ-2 zu erkranken, relativ niedrig und schützt dazu seinen Glukosestoffwechsel. So die Auswertung von 15 Studien an der Harvard School of Public Health in den USA. Die Studienauswertung ergab, dass die Erkrankungsrate der starken Kaffeetrinker um 35 Prozent niedriger war als für Menschen mit einem geringeren Kaffeekonsum.

(mko) Künftig wird es eine neue Methode geben, schmerzfrei Blutzucker zu messen. Bei der Technik wird der enge Zusammenhang der Zuckerkonzentration in Tränen und im Blut ausgenutzt. Forscher um Chris Geddes aus Maryland im Bundesstaat Baltimore/USA haben eine Kontaktlinse entwickelt, die in Verbindung mit Borsäure eine chemische Verbindung eingeht und durch Fluoreszieren anzeigt, wie hoch der Glukosegehalt der Trä-nenflüssigkeit und damit indirekt auch der Blutzuckergehalt ist. Zu den Kontaktlinsen gehört eine Ap-paratur, die das blaue Licht aus-sendet und die resultierende Fluo-reszenz misst – und so den Blutzu-ckerspiegel bestimmt. Je stärker die Linse leuchtet, desto höher ist der Blutzuckerspiegel. Noch ist offen , wann diese „Messlinsen“ auf den Markt kommen.

(mko) Was in der Krebstherapie schon angewandet wird, soll bald auch Patienten mit Übergewicht helfen, denn Übergewicht gilt als hoher Risikofaktor für Diabetes- und Herz-Kreislauferkrankungen. Die Forscher Wadih Arap und Re-nata Pasqualini aus Houston, Te-xas//USA haben ein Peptid, d. h. eine kurze Kette von Aminosäure-Molekühlen als Wirkstoff entwi-ckelt, der ganz gezielt die Zellen von Blutgefäßen angreift, die das Fettgewebe versorgen. Es handelt sich dabei um ein Peptid, das an ein Prohibitin genanntes Protein anbin-det und zwar auf der Zelloberfläche der Blutgefäße. Zusätzlich wird dieses Peptid mit einem weiteren gekoppelt, das Zellen das Signal zum Selbstmord (sogenannte A-poptose) gibt. Das Fettgewebe wird ohne die Blutgefäße nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und ab-gebaut. So das vorläufig positive Ergebnis mit Mäusen.

(mko) Sechs Millionen Männer in Deutschland leiden unter Erektionsstörungen, aber kaum einer spricht darüber, weder mit der Partnerin noch mit dem Arzt. Nur drei bis vier von zehn betroffenen Männern sprechen offen über ihre Probleme. „Sexualität hat zwar Sprache, macht aber auch sprach-los“. So Diplom-Psychologe Dr. Steffen Fliegel, Münster. Betroffe-ne Männer befürchten belächelt o-der gar ausgelacht zu werden. Da-bei bewegen sie sich in einem Teu-felskreis aus körperlichen Sympto-men und Versagensängsten. Da sie keine ärztliche Hilfe suchen, ver-spielen sie auch ein Stück Lebens-qualität, häufig auch für die Partne-rin. Und genau hier könnte ein Ge-spräch Wunder bewirken. „Paare, die offen über ihre Sexualität spre-chen, lernen sich besser kennen, achten mehr auf ihre Gefühle, zei-gen mehr Zuneigung und können Probleme im Liebesleben besser bewältigen.“ „Liebe hält gesund“ so das Motto einer Informations-Kampagne des Informationszent-rums für Sexualität und Gesundheit (ISG) der Universität Freiburg. Die Kampagne soll Männer motivieren, ihre sexuellen Probleme offen an-zusprechen, auch

beim Arztbesuch. Krankheiten wie Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen oder Parkinson gehen oft mit sexuellen Störungen einher. Eine kostenlose Broschüre mit 36 Anregungen zur gesunden Partner-schaft soll patientennahe Aufklä-rungsarbeit leisten (i. Internet un-ter: www.isg-info.de.) Angeboten werden auch persönliche Gespräche über die ISG-Infoline (Telefon: 0180-555 8485 (12 Cent/Min.) Montag bis Freitag: 15 Uhr bis 20 Uhr. ...mehr