Schlagwort-Archive: Diabetes

(mko) Solange Diabetiker ihren Stoffwechsel gut unter Kontrolle haben, steht einem Fernurlaub in die Tropen oder Subtropen nichts im Wege. Diabetiker sind praktisch nicht anfälliger für Infek-tionskrankheiten als Nicht-Diabetiker. Eine ärztliche Untersuchung rechtzeitig vor Antritt der Reise ist ratsam, denn der Stoffwechsel sollte schon einige Monate vor Urlaubsbeginn stabil eingestellt sein. Wichtig ist auch, dass Betroffene die Harn- und Blutzuckerwerte mit Teststreifen selbst kontrollieren können. Bei Fernflügen und damit verbundenen Zeitverschiebungen muss ein Plan für die Einnahme der Medikamente aufgestellt werden. Ausreichend Insulin (Kühltasche) und Spritzen gehören ins Reisegepäck, davon einige vorsorglich ins Handgepäck, falls die Koffer ver-loren gehen oder erst später ein-treffen. Dennoch gibt es einige Diabetiker die besser nicht in die Tropen reisen sollten, z. B:

• bei schwerem labilen Diabetes
• wenn aufgrund des Diabetes gravierende Folgeschäden be-stehen
• wenn von den Folgeschäden Nieren und Haut beeinträchtigt sind.

(mko) Diabetiker, die Insulin benötigen und ihr Urlaubsziel mit dem Flugzeug per Kurz- oder über mehre Zeitzonen per Langstrecke anfliegen, sollten sich vorher in ihrer Ambulanz gut beraten lassen. Wer allein reist sollte auch das Flugpersonal über die Erkrankung informieren und vor Abflug bei der Airline nach diabetesgerechten Mahlzeiten fragen. Auch treten in den Urlaubsmonaten häufiger Flug-Verspätungen auf, das bedeutet längeres Warten (auch an den Gepäckbändern) als eingeplant. dieser Stress kann den Zucker-haushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Ratsam daher: Kleine Snacks für unterwegs und Traubenzucker im Handgepäck mit-nehmen, um zu niedrige Blutzu-ckerwerte zu vermeiden.

(mko) Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 treten zu dieser Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem die Insulin produzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, auch häufig weiteren Autoimmunerkrankungen auf z.B. Schilddrüsenprobleme. So das Ergebnis einer Studie der Universität Jena. Betroffen ist aber oft auch – neben den Hormon-produzierenden Organen – das Verdauungssystem. Von den 139 Studienteilnehmern, die durchschnittlich 44 Jahre alt waren, litten über zwanzig Prozent an zwei, neun Prozent sogar an drei oder mehr Krankheiten des Immunsystems, zusätzlich zur ihrerZucker-Erkrankung. Diese Zahlen stiegen bei der Folgeuntersuchung nach etwa einem Jahr nochmals an. Die weitaus häufigste zusätzliche Autoimmunerkrankung betraf mit 29 Prozent die Schilddrüse. Im Folgejahr stieg die Häufigkeit der Schilddrüsenerkrankungen bei den Studienteilnehmer sogar auf 32 Prozent an. „Deshalb sollten die Ärzte von Patienten mit Typ 1-Diabetes auch an andere Autoimmunerkrankungen denken und vor allem die Schilddrüsenwerte kontrollieren“, rät die Endokrinologin Dr. Wilgard Hunger-Battefeld. „Das ist besonders wichtig, weil unbehandelte Schilddrüsenerkrankungen den Stoffwechsel beeinflussen und so die Einstellung des Blutzuckers erschweren.“

(mko) Glaubt man den Experten des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung wird sich das Diabetes-Risiko mit Hilfe von Blutwerten bald genauer bestimmen lassen. Insbesondere der Blutzuckerspiegel und der HbA1c-Wert* sowie die Werte für Blutfette und Leberenzyme verbessern die Vorhersagegenauigkeit des herkömmlichen Diabetes-Risiko-Tests. Dagegen präzisieren genetische Daten das Testergebnis nicht. Der erweiterte Test könne besonders für Hausärzte hilfreich sein, so Hans-Georg Joost, wissenschaftlicher Direktor des DIfE.

Das Diabetes-Risiko exakt zu bestimmen, ist von großem gesellschaftlichem Nutzen. Denn nur, wenn gefährdete Menschen sich ihres Risikos bewusst sind, können sie rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen, um der Krankheit entgegenzuwirken. Dies könnte dazu beitragen, viel persönliches Leid zu vermeiden sowie die finanzielle Belastung des Gesundheitssystems zu vermindern.

Ziel der Wissenschaftler war, die Vorhersagekraft des bereits 2007 entwickelten Tests noch weiter zu verbessern. Daher untersuchten sie, welche Blutwerte oder genetischen Marker hierfür geeignet wären. Grundlage für die vorliegende Studie bildeten Daten der Potsdamer EPIC**-Studie, wobei die Forscher 1.962 Blutproben einer Untergruppe analysierten. ...mehr

(mko) Urlaub: plötzlich fehlt der Koffer auf dem Gepäckband. Hilfe die Pille ist im Koffer! Oder wer unter zu hohem Blutdruck leidet, Diabetes oder Malariatabletten zur Prophylaxe einnimmt, sollte bei Reiseantritt wichtige Arzneimittel im Handgepäck mitnehmen. Seit dem 11. September dürfen allerdings Arzneimittel hier nur mit besonderer Bescheinigung (beglaubigte Rezeptkopien mit dem Namen, der auch auf dem Flugticket vermerkt ist) mitgenommen werden. Natürlich kann man nötige Medikamente im aufgegebenen Koffer transportieren. Jedoch können manche Arzneimittel die Minusgrade, die im Gepäckraum oft herrschen, nicht vertragen. Zum Beispiel Peptid-Arzneimittel wie Insulin oder Beta-Interferone, sie sollen nicht eingefroren werden. Hier ist es ratsam, diese Mittel bei der Bord-Crew abzugeben. Ratsam ist jedoch, sich vor Abflug bei der Airline danach zu erkundigen und mit dem Apotheker ein Beratungsgespräch über mögliche Qualitätseinbußen bei Medikamenten durch zu starkes Sonnenlicht oder zu niedrige Temperaturen zu führen. Im Handgepäck dürfen seit August 2006 nur noch Flüssigkeiten in Behältern bis zu 100 ml Fassungsvermögen in transparenten, verschließbaren Plastikbeuteln, die nicht größer sind als 1 Liter (Drogerie-Handel), mitgenommen werden, Medikamente und Spezialnahrung wie Diabetiker- und Babynahrung sind davon allerdings ausgenommen.

(mko) Menschen mit Übergewicht, Diabetes (allein über acht Millionen Zuckerkranke in Deutschland) und Herz-Kreislauferkrankungen nehmen oft eine Schutzhaltung ein, d. h. sie verzichten auf sportliche Aktivitäten, obwohl sie eigentlich gern sportlich aktiv wären. Das ist je-doch falsch. Regelmäßige Bewe-gung – etwa dreißig Minuten pro Tag, schnelles Gehen oder Schwimmen – sollte auf jeden Fall Bestandteil einer Therapie sein. Das stoppt häufig das Fortschreiten der Krankheit, denn wer sich be-wegt, senkt sein Risiko für weitere Komplikationen. So Experten von der University of South Carolina/USA. Sport senkt das Risiko für Herzinfarkt, stärkt die Muskeln, hilft Stress abzubauen. Und: Bewegung fördert auch die Konzentrationsfähigkeit. Wichtig ist lediglich hier die individuelle Belastungsgrenze zu finden. Dabei hilft der Rat von einem Sportmediziner.

Zurückhaltung bei Fastfood wie Pommes mit Currywurst wird all jenen geraten, die Krebs vorbeugen möchten. Zehn Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Berichts zum Einfluss von Ernährung und körperlicher Aktivität auf die Prävention von Krebskrankheiten hat der World Cancer Research Fund (WCRF) einen aktualisierten zweiten Bericht publiziert.

• Mindestens fünfmal täglich Gemüse oder Obst in möglichst unbearbeitetem Zustand sollten auf dem Speiseplan stehen. Faserreiche Ernährung ist zu bevorzugen, wobei der unterschiedliche Fasergehalt bei den einzelnen pflanzlichen Nahrungsmitteln zu beachten ist. Frisches Obst ist meist sehr faserarm, getrocknete Aprikosen sind wiederum sehr faserreich.

• Rotes Fleisch und vor allem weiterverarbeitete Fleischprodukte wie Geräuchertes und Gepökeltes sollten gemieden werden. Pro Woche sollte der Konsum von rotem Fleisch auf 500 g beschränkt werden. ...mehr

Foto: bayervital

Sommerzeit – Badezeit: Ein Rundumblick am Strand zeigt oft ein Meer von dicken Männerbäuchen. Deutsche Männer bringen im europäischen Vergleich das meiste Gewicht auf die Waage. Zu viel Stress, zu wenig Bewegung und im Vergleich zu Frauen nur gering ausgeprägtes Interesse für die eigene Gesundheit, das sind Gründe dafür, dass Männer in ihren „besten Jahren“ Kilo um Kilo als Bauchring ansammeln.
Aber. gerade in dieser Körper-Region ist das Übergewicht ein Herz-Risikofaktor und oft mit Begleiterkrankungen verbunden und dazu gehören u.a. auch Erektionsstörungen, Testosteron-Mangel (Hypogonadismus), Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Typ-2-Diabetes – Risikofaktoren, die die Lust auf Liebe abschneiden. ...mehr

Therapiestudie mit Pioglitazone in Deutschland geplant Im Sommer 2008 ist der Beginn einer akademischen Therapiestudie an verschiedenen ALS-Zentren in Deutschland mit dem Medikament Pioglitazone geplant. Es handelt sich um ein etabliertes orales Antidiabetikum, das sich bei Patienten mit Diabetes mellitus in einer breiten Anwendung befindet. Experimentelle Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass neben den antidiabetischen Eigenschaften das Medikament Pioglitazone über entzündungshemmende Effekte und neuroprotektive Merkmale verfügen kann. In einer Untersuchung am transgenen Tiermodell der ALS konnte in einer neurobiologischen Arbeitsgruppe am Universitätsklinikum Bonn im Jahr 2005 gezeigt werden, dass Pioglitazone günstige Effekte auf den Krankheitsverlauf im TiermodelI aufweisen kann . Die Mausstudien erbrachten eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufes und ein Überlebensvorteil für transgene ALS-Mäuse bei Pioglitazone- Behandlung. In einer weiteren Veröffentlichung aus dem Jahr 2008 berichtet eine japanische Arbeitsgruppe ebenfalls von neuroprotektiven Effekten im ALS-Mausmodell. Einschränkend ist festzustellen, dass eine Übertragung der experimentellen Ergebnisse im Tiermodell auf eine mögliche Therapiestrategie beim Menschen nicht möglich ist. Zur Prüfung möglicher positiver Effekte von Pioglitazone beim Menschen ist eine placebo-kontrollierte und randomisierte Therapiestudie geplant, die am Universitätsklinikum Ulm (Direktor: Prof. Dr. A. Ludolph) initiiert wird. Mehrere ALS-Zentren in Deutschland werden die Teilnahme an der Therapiestudie anbieten (Ulm, Würzburg, Wiesbaden, Halle, Hannover, Bochum und Berlin). Der terminliche Beginn und die abschließende Aufstellung der teilnehmenden ALS-Zentren sind bis Juni 2008 zu erwarten. Quelle: Universitätsklinikum Ulm)

Foto: Bayer

Ab sofort bietet Bayer Vital unter www.bayerdiabetes.de den neuen Service „Style your Contour®“ an. Nutzer des Contour können hier individuelle kostenfreie Aufkleber für ihr Blutzuckermessgerät anfordern. Insgesamt zehn Motive stehen zur Wahl, zum Beispiel Schmetterlinge, Skateboardfahrer oder Sterne.
Dafür einfach nur das Bestellformular im Internet ausfüllen und abschicken. Die Sticker werden umgehend zugesandt und können sehr einfach aufgeklebt oder auch wieder ausgewechselt werden. So wird Contour®, das die Stiftung Warentest im April zum Testsieger unter den Blutzuckermessgeräten erklärte, zum farbenfrohen persönlichen Designobjekt.Bayer

...mehr