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(mko) Ärzte und das Pflegepersonal sollten öfter ihre Hände mit einer alkoholischen Desinfektion fachgerecht einreiben, d.h. das Desinfektionsmittel zur Vermeidung von Keimübertragungen muss zwischen 30 und 60 Sekunden auch in den Fingerzwischenräumen und unter den Nägeln eingearbeitet werden, wenn keine Handschuhe bei der Arbeit ( z.B. Intensivstation) getragen werden. Dieser Vorgang sollte jede Stunde wiederholt werden. „Nahezu jeder zweite Arzt macht das nicht ordnungsgemäß“. Vereinzelte Untersuchungen zeigten sogar, dass auf der Hand eines Arztes die Keimzahl höher war, als auf einem WC-Deckel. Händehygiene ist besonders wichtig, da zwischen 20 Prozent und bis zu 60 Prozent Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA) in Krankenhäusern vorkommen. MSRA sind nicht nur resistent gegen üblicherweise wirksame Staphylokokken-Antibiotika, sondern auch gegen weitere zur Therapie angesetzte Substanzen.

(mko) Ringe, Armreifen und Uhren können sich schnell bei Pflegeberufen zu einer Desinfektionsfalle entwickeln, durch Zwischenräume und Desinfektionslücken. Bleiben beim häufigen Waschen Seifenreste unter dem Schmuck hängen, droht hier die Gefahr, dass Keime eindringen und die Hände nicht völlig desinfiziert werden. Ringe sind auch eine Gefahr für Arbeits-Handschuhe, sie lassen das Material leicht einreißen und beeinträchti-gen so den Infektionsschutz. Men-schen, die in Arbeitsbereichen mit drohender Ansteckungs- bzw. In-fektionsgefahr arbeiten, sollten da-her auf Schmuck an Händen und Unterarmen verzichten.