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(mko) Bildgebenden endoskopische Verfahren spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Diagnose chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Endomikroskopie ist ein neues Verfahren, das krankhafte Veränderungen der Darmschleimhaut schon während der Untersuchung zeigt und so überflüssige Gewebeentnahmen reduziert. Die Endomikroskopie ist ein Endoskop mit integriertem Mikroskop. Es wird im Dick- oder Dünndarm platziert und der Patient erhält intravenös ein Kontrastmittel verabreicht. Nach wenigen Minuten kann der gewünschte Bereich genau betrachtet werden. „Die Endomikroskopie kann auffällige Abschnitte der Schleimhaut noch während der Untersuchung identifizieren und gezielt Gewebe entnehmen“, erläutert Professor Dr. med. Ralf Kiesslich,

vom Universitätsklinikum Mainz. Das verbessert die Diagnose auf Grundlage des entnommenen Gewebes und vermindert Kosten, da Massen-Biopsien entfallen. Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen können vom endomikroskopischen Verfahren auch bei den regelmäßig stattfindenden Überwachungsuntersuchungen ihres Darmes profitieren. Bei bisherigen Behandlungen entnehmen Ärzte Gewebeproben, um diese zu untersuchen. Gut ausgebildete Endoskopen können schon bei der Untersuchung mit Hilfe des eingebauten Mikroskopes krankhafte Veränderungen erkennen. Dazu gehören frühe Stadien von Dickdarmkrebs – Menschen mit langjähriger Colitis ulcerosa haben hier ein erhöhtes Risiko – oder auch sogenannte Zellabschilferungen der Dünn- und
Dickdarmschleimhaut. Dabei lösen sich einzelne Schleimhautzellen, die Barrierefunktion der Schleimhaut ist gestört und es können entzündliche Reaktionen folgen. ...mehr