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(mko) Bettnässen sollte nicht speziell behandelt werden, wenn es das Kind selbst nicht irritiert. Denn „das Problem wächst sich aus.“ So Kinderarzt Dr. Mark Feldmann, Mitglied der Kanadischen Pädiatrie-Gesellschaft. Bettnässen gehöre zu der normalen Entwicklung eines Kindes. Es ist häufig die Folge einer verzögerten Reifung des Nervensystems, das die Blasenkontrolle betrifft. Seiner Meinung nach muss das nächtliche Bettnässen daher auch nicht speziell behandelt werden. Es sei denn, es führt bei Eltern und Kind zu seelischem Stress. Durchschnittlich zehn bis fünfzehn Prozent aller fünfjährigen Kinder und sechs bis acht Prozent aller achtjährigen Kinder nässen nachts ein. Klingelhosen halbieren das Problem nur, so Feldman und Medikamente wie Nasensprays oder Pillen sollten lediglich bei „Außer-Haus-Übernachtungen“ verabreicht werden. Am wichtigsten sei aber, dem Kind klar zu machen, dass Einnässen nichts Schlimmes ist, dass man sich dessen nicht zu schämen braucht und dass es nicht sein oder ihr Fehler ist.