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(mko) Was müssen Patienten beachten, wenn sie Blutgerinnungsmittel einnehmen? Vorhofflimmer oder -flattern ist heute der häufigste Grund für eine Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulation). Bei dieser Herzrhythmusstörung besteht ein erhöhtes Embolie-Risiko, das bei vielen Patienten durch die Gerinnungshemmung gesenkt werden muss. Zweithäufigster Grund sind Thrombosen – meist der Beinvenen, die Einnahme von Blutverdünnern soll in der Akutphase die weitere Ausdehnung der Thrombose und ein Wiederauftreten verhindern. Gleichzeitig geht mit der Einnahme dieser sehr häufig verschriebenen Mittel aber auch ein verstärktes Risiko von Blutungen einher, die als schwere Nebenwirkung anzusehen sind. Das Blutungsrisiko kann durch zusätzliche Einnahme anderer Mittel wie Antibiotika noch zusätzlich erhöht werden und stellt damit ernsthafte Gefahren für den Patienten dar. Das Ergebnis basiert auf einer aktuell veröffentlichten Studie der Universitätsklinik Köln, verwendet wurden Daten von  24 Millionen Versicherten der AOK.

Wechselwirkungen zwischen Antibiotika und Blutverdünnern sind zwar bekannt, doch offensichtlich werden sie bei der Therapie im Praxisalltag (untersucht wurden hierzulande verschriebene Blutverdünner) noch nicht ausreichend berücksichtigt. Als Konsequenz sollte bei Patienten, die Blutverdünner erhalten und ein Antibiotikum benötigen, die Therapie engmaschig kontrolliert werden. Wenn möglich, sollte auf Antibiotika zurückgegriffen werden, die mit niedrigeren Blutungsrisiken einhergehen.

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