Schlagwort-Archive: Augenerkrankung

(mko) Die Augenerkrankung Grüner Star (Glaukom) könnte früher entdeckt werden. Herkömmliche Methoden und auch die Basis-Früherkennung reichen heute nicht mehr aus, um eine klare Diagnose zu stellen. Modernen Verfahren ermöglichen vielmehr eine frühere und eindeutigere Diagnose. Selbst wenn der Druck im Auge noch im normalen Bereich liege, kann der Sehnerv dennoch geschädigt sein. Das heißt, eine Druckmessung allein erkennt nicht immer ein Glaukom. Genauere Ergebnisse liefert z.B. eine Retina-Tomographie, bei der die Netzhaut und der Sehnerv von einem Laser abgetastet werden und man anschließend anhand eines Computerausdrucks beurteilen kann, wie hoch das persönliche Glaukom-Risiko ist. Dieses Verfahren eignet sich auch, wenn die Therapie eines Glaukoms mit entsprechenden Augentropfen auf ihre Wirksamkeit hin optimal kontrolliert werden soll. Diese Meinung vertraten Experten auf dem internationalen Welt-Glaukom-Kongress in Singapur. Außerdem könne die Diagnose auch durch eine weitere Untersuchung der Nervenfaserschicht in der Netzhaus und mit einer detaillierten Prüfung des Gesichtsfelds mit hochmodernen Apparaten verfeinert werden. Denn: eine Glaukom-Früherkennung und Therapie sollte den Grünen Star stoppen, bevor der Sehnerv ernsthaft geschädigt ist. In Deutschland sind 800 000 Menschen vom Grünen Star betroffen.

(mko) Wer an Grauem Star leidet, sollte beim Linsenersatz gelb eingefärbte Linsen bevorzugen, denn die gelbe Einfärbung filtert den blauen Lichtanteil heraus. Und das ist gut für die Netzhaut. Muss die eingetrübte Linse operativ ent-fernt werden, wird sie durch eine neue, künstliche ersetzt. So erreichen die Patienten wieder volles Sehvermögen. Inzwischen gibt es aber eindeutige Hinweise, dass normale weiße Linsen den blauen Lichtbereich ungefiltert durchlassen, mit der Folge, dass die Netzhaut geschädigt wird. Es kann dann zu einer Makuladegeneration kommen. Die Makula ist aber unser Punkt des schärfsten Sehens, ist dieser geschädigt, nehmen die Be-troffenen nur noch Erscheinungen am Rande des Gesichtsfeldes wahr, in der Mitte ist ein schwarzer Fleck.

(mko) Künftig kann die Netzhaut mit Tönen ins Schwingen gebracht werden. Forscher der Universität Bremen haben ein Gerät entwickelt, mit dem künftig der Augeninnendruck berührungslos gemessen werden kann. Dies hilft besonders Patienten mit der gefährlichen Augenerkrankung Grüner Star, dem sogenannten Glaukom (Überdruck), an dem allein in Deutschland etwa eine Million Menschen leidet. Augeninnendruck-Messungen sind unangenehm. Ein Mess-Stempel wird auf das betäub-te Auge aufgesetzt, oft treten dabei Schmerzen oder allergische Redaktionen auf. Stattdessen setzt auf akustische Signale, so Professor Dr. Gert Goch vom Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft, also auf berührungslose Verfahren. Ein kleines Messgerät, das die Augenoberfläche, d. h. die Netzhaut mit Tönen ins Schwingen bringt. Bei dieser Augenerkrankung entsteht der „Tunnelblick“ das Gesichtsfeld ist eingeschränkt.