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(mko) Antibiotika-resistente Keime und schwere Krankenhausinfektionen nehmen weltweit zu. Antimikrobielle Kupferlegierungen z.B. auf Türklinken als Ergänzung der Standard-Hygienemaßnahmen wie Hände waschen und Desinfektion können den Anstieg reduzieren. Massives metallisches Kupfer besitzt hochwirksame antimikrobielle Eigenschaften, es ist nicht nur ein lebenswichtiges Spurenelement in unserem Körper, sondern auch eine erfolgreiche Waffe gegen tödliche Krankenhauskeime. Und besonders dort, wo die Keimbelastung hoch ist wie z.B. an Bettengriffen, Beistelltischen, Infusionsständern oder  Sanitärarmaturen, Lichtschaltern, Handläufen, Tür- und Fensterbeschlägen, der PC-Tastatur und am Stethoskop. Die Möglichkeiten in Krankenhäusern und Pflegestätten gegen Krankenhauskeime hilfreiche Hygienemaßnahmen zu ergreifen und zu integrieren bestehen also, das haben diverse Labor- und aktuelle Studien belegt. Krankenhausinfektionen wie MRSA (multiresistenter Straphylococcus aureus) nehmen auch in Deutschland dramatisch zu. Jedes Jahr infizieren sich bei uns nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) rund 400.000 Menschen, 15.000 sterben daran, 4.500 Todesfälle könnte man vermeiden, sagt das Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Berliner Charité.

In verschiedenen Einrichtungen, darunter die Asklepios Klinik Hamburg-Wandsbek, dem SellyOak Hospital in Groß Britannien, dem Kitasato University Hospital in Japan und einer Klinik in Südafrika hat sich bereits bestätigt, dass der Einsatz von entsprechenden Kupferlegierungen die Keimbelastung auf Oberflächen in einer Größenordnung von neunzig Prozent reduziert“, so Dr. Anton Klassert vom Deutschen Kupferinstitut in Düsseldorf. „ Da der Kampf gegen multiresistente Stämme niemals zu gewinnen ist, müssen die Strategien ständig neu überdacht werden.“ „Kupferlegierungen sind da eine interessante Innovation und ergänzen die Standard-Hygienestrategien“, bestätigt auch Dr. Thomas Krössin, Geschäftsführer vom Evangelischen Geriatrie-Zentrum Berlin – der größten geriatrischen Gesundheitseinrichtung in Deutschland. Hier wurden bei dem Ausbau einer neuen Station ausschließlich Kupfer-Türklinken eingebaut. Aufgrund der antimikrobiellen Wirkung reduzierte sich das Infektionsrisiko für Mitarbeiter, Patienten und Besucher innerhalb von zwei Stunden um fast hundert Prozent. Studien zeigten, dass antimikrobielle Kupferlegierungen eine Keimbelastung durchschnittlich um 83 Prozent über einen Zeitraum von 21 Monaten reduzieren (Journal of Clinical Microbiology). Mehr als sechs Millionen Menschen werden jährlich auf Intensivstationen behandelt. Mit dem Einsatz von Kupferwerkstoffen könnten hunderttausende Infektionen verhindert werden. ...mehr