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(mko) Fast jede fünfte Mutter in Deutschland ist über 35 Jahre. Mit dem Alter der Mutter aber steigt auch das Risiko für Chromosomen-störungen des Kindes. Darum las-sen viele Schwangere in diesem Alter ihr Fruchtwasser untersuchen (Amniozentese). Moderne Ultra-schalltechnik kann diese Untersu-chung heute jedoch weitgehend ersetzen. „Wir empfehlen die Fruchtwasseruntersuchung nur noch bei verdächtigem Ultraschallbefund.“ So Professor Ulrich Gembruch von der Uniklinik Bonn. Dank einer Kombination aus vier verschiedenen Ultraschall- und Blutmessungen können Ärzte heute eine Trisomie 21 (Folge: geistige Behinderung, Fehlgeburt des Emb-ryos) mit 90-prozentiger Wahr-scheinlichkeit ausschließen. Auch bei Messung der „Nackentranspa-renz“ wird Ultraschall eingesetzt. Gemessen wird hier die Flüssig-keitsansammlung im Nackenbereich in der 11. bis 14. Schwanger-schaftswoche. Überschreitet die Flüssigkeitsansammlung einen kriti-schen Wert, kann das sogenannte Down Syndrom (Mongolismus) mit etwa 75-prozentiger Wahrschein-lichkeit vorhergesagt werden. Die Messung liefert auch andere Hin-weise, z. B. auf Herzfehler.