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(mko) Unsere Muskelmasse unterliegt einem ganz bestimmten Rhythmus, besonders in jungen Jahren. Sie wird immer wieder neu auf- bzw. abgebaut. Werden wir jedoch älter, gerät dieser Rhythmus aber aus dem Gleichgewicht. Muskeln werden mehr ab-, als aufge-baut. So verlieren wir bereits ab dem 40. Lebensjahr zwischen 0,5 und 2 Prozent der Muskelmasse. Wissenschaftler des Human Nutri-tion Research Center in der Auvergne/Frankreich haben jetzt herausgefunden, dass im Zusammenspiel unserer Wissenschaft: Forscher entdecken Geheimnis der Muskelalterung jenen chemischen Verbindungen aller Eiweiße (Proteine) in unserem Körper, eine Aminosäure dabei eine zentrale Rolle spielt: das Leu-cin. Nahrungseiweiß wird z. B. im Verdauungstrakt zu Aminosäuren aufgespalten. Fügt man nun der Ernährung von älteren Menschen Leucin zu, forciert man damit den Prozess des Muskelaufbaus. Die Wissenschaftler raten daher, im Alter viel Fleisch zu essen, denn das regt das Leucin an und stärkt den Muskelaufbau. Einige Amino-säuren werden nicht vom Körper selbst gebildet, es sind die sogenannten essentiellen (unentbehrlichen), sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

(mko) Eine radioaktiv markierte Aminosäure setzen US-Hirnforscher zur neuen Diagnostik bei Verdacht auf Hirntumor ein. Mit der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) wird anschlie-ßend die Verteilung der Aminosäu-re gemessen. Aktive Tumoranteile nehmen vermehrt Aminosäuren auf. In Kombination mit einer weiteren Methode kann ein Hirntumor sogar mit einer Wahrscheinlichkeit von 97 Prozent vorhergesagt werden. Dazu wird das neue Verfahren mit der Magnet Resonanz-Spektroskopie (MRS) kombiniert. Biopsien und Behandlungen von Hirntumorpatienten können so erheblich besser geplant werden.