Schlagwort-Archive: Allergie

(mko) Niesattacken, juckende Augen, tropfende Nase – Frühjahrs-Alltag für Allergiker. Rasenmähen und Joggen werden oft zur Qual. Und im Sommer lässt ein Spaziergang vorbei an Gräsern und Kräutern oft die Tränen rollen. Hilfe verspricht jetzt eine federleichte Atemschutzmaske, die durch ein Filtermaterial die Allergen-Belastung erheblich mindert. Die Fasern wirken durch elektrostatische Ladung anziehend auf Partikel wie Pollen oder auch Haus-staub in der Atemluft. Die Allergiemaske (erhältlich in allen Apotheken, Preisempfehlung 6,40 Euro für ein Dreierpack) hat einen integrierten Nasenflügel und lässt sich dadurch unterschiedlichen Gesichtsformen anpassen. Gefaltet und zusammengelegt passt sie in jede Tasche.

(mko) Heuschnupfengeplagte sollten besser auf Milch verzichten, denn häufig liegt hier auch eine versteckte Milch-Allergie zugrunde, die sich jedoch selbst gar nicht bemerkbar macht. Alles, was den Körper im Frühjahr entlastet, hilft ihm besser mit den Allergien fertig zu werden. Sämtliche Milchprodukte sollten daher vermieden werden, auch Lebensmittel mit versteckten Milchzusätzen. Stabilisierend dagegen wirken Honig und Obstessig: Vor dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen je zwei Teelöf-fel Honig und zwei Teelöffel Obst-essig gemischt in einem halben Glas Wasser. Diese Mischung kann während der ganzen Heuschnupfenzeit täglich getrunken werden.

(mko) Hohe Temperaturen machen durstig, nicht nur auf kühles Wasser, auch Bier, Cocktails oder Pro Secco werden an heißen Sommertagen vermehrt konsumiert. Aber: Alkohol steht mit den so genannten atopischen Erkrankungen wie Heuschnupfen (Rhinitis und auch Asthma) in Zusammenhang. Das fanden jetzt dänische Mediziner heraus. Das heißt, Alkoholkonsum fördert Allergien. Festgestellt wurde, dass Menschen, die mehrmals pro Woche alkoholische Getränke konsumieren häufiger gegen Allergene, die in der Luft schweben, sensibilisiert sind.

Forscher des Helmholtz Zentrums und der Technischen Universität München glauben, dass „Filaggrin“ – ein wichtiges Protein in der Hornschicht der Haut – eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Allergien spielt. Neueste Forschungsergebnisse weisen jetzt darauf hin, dass ein genetisch bedingter Mangel dieses Filaggrins dazu beiträgt. In einer groß angelegten Studie von Wissenschaftlern gelang nun der Nachweis, dass etwa acht Prozent der deutschen Bevölkerung Varianten des Filaggrin-Gens tragen, die das Erkrankungsrisiko für Neurodermitis um mehr als das Dreifache erhöhen. Zudem fördern diese Genvarianten Heuschnupfen und lassen das Risiko von Neurodermitikern, zusätzlich an Asthma zu erkranken, ansteigen.

Wird das Protein Filaggrin aufgrund eines Gendefekts vermindert oder überhaupt nicht gebildet, ist die natürliche Verhornung gestört und die natürliche Barrierefunktion der Haut eingeschränkt. Varianten des
Filaggrin-Gens sind für die so genannte Fischschuppenkrankheit (Ichthyosis vulgaris) verantwortlich, die je nach genetischer Konstellation nur sehr milde ausgeprägt sein kann und sich in „trockener Haut“ zeigt. Darüber hinaus deuten eine Reihe von Studien daraufhin, dass die Genvarianten auch einen starken Risikofaktor für die Entwicklung von Neurodermitis darstellen. ...mehr

Tomaten sind ein beliebtes Sommergemüse als Salat, Suppe oder auf der Pizza. Jährich werden hierzulande rund 22 Kilo pro Person verzehrt, die Hälfte davon roh. Aber: häufig bekommen Menschen Beschwerden nach dem Verzehr, Jukreiz im Mund oder die Zunge schwillt an? Diese Beschwerden lassen fast immer auf eine „pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie“ zurückführen, auch Kreuzallergie genannt. Eine solche Kreizallergie tritt dann auf, wenn bei einer bereits bestehende Allergie auf Pollen der Körper ähnliche Eiweißstrukturen in den Lebensmitteln erkennt. Häufig reagieren Menschen, die auf Birken oder Beifußpollen allergisch sind auch auf reife Tomaten. Kocht man die Tomate ist sie häufig jedoch gut verträglich. Der Grund: Die enthaltenen Allergene sind z.T. hitzeanfällig, d. h. bei höheren Temperaturen werden sie inwirksam gemacht. Ratsam bei solch auftretenden Symptomen ist ein „Tomaten-Test“ d.h. ein Hauttest ( Prick- oder Sratch-Test) beim Allergologen. Dabei sollte der Arzt auf eine bereits bestehende Pollenallergie achten. Wird einen Kreuzallergie diagnostiziert, sollte man die rohe Tomate vom Speiseplan streichen. Manchmal ist das Auftreten von Juckreiz oder auch Schluckbeschwerden saisonabhängig, das heißt hängt mit dem Pollenflug zusammen, im Winter treten die Symptome nicht auf. Allergieähnliche Beschwerden treten aber manchmal auch auf bei einer Histamin-Intolerenz, die nicht zu verwechseln ist mit einer Kreuzallergie. Hier ist das Immunsystem beteilligt. Histmain ist ein biologisches Amin, das verstärkt in Tomaten vorkommt. Histamin wird normalerweise von dem Enzym Diaminooxidase (DAO) abgebaut. Ist dieses Enzym nicht ausreichend vorhanden oder nicht ausreichend aktiv wird Histmain nicht ausreichend abgebaut und löst so allergieähnliche Beschwerden/Symptome aus.

Foto: Rabenhorst

(mko) Neunzig Prozent der Lebensmittelallergien werden durch glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Soja, Weichtiere, Milch, Schalenfrüchte, Sellerie, Senf, Sesam, Schwefeldioxid und Lupine ausgelöst. Diese Zutaten müssen gemäß der Lebensmittel-Kennzeichungs-Verordnung (LMKV) seit 2005 deklariert werden.

Der Käufer im Supermarkt ist dabei auf eine verlässliche und eindeutige Deklaration auf der Verpackung angewiesen – oft muß er sich aber bis heute durch das Kleingedruckte der Zutatenliste quälen, dazu fehlt die Brille, die eben nicht immer zur Hand ist.
Manche Hersteller gehen inzwischen dazu über mit farbigen Bandarolen und einem Punktesystem ihre Lebensmittel eindeutig zu kennzeichnen, da heißt es dann: „glutenfrei“, Diät,
Vollkorn oder „sensitiv“ und „ohne Zusatz von Milch, Ei, Nüssen, Erdnüssen, Sedsam, Soja“.
Neu daran ist oft, dass inzwischen deklariert wird was nicht bei der Herstellung verwendet wurde.
Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten eine Deklaration auf die Verpackungen zu bringen:
Im Namen des Produktes (z.B. Sojakräcker), in der Zutatenliste (z.B. Sojalecithin) oder bei Produkten ohne Zutatenliste als einzelner Hinweis (z.B. enthält Schwefel). Auch Allergene, die in Zutaten mit weniger als zwei Prozent Gewichtsanteil versteckt sind, müssen genannt werden. So soll sichergestellt werden, dass niemand hinter der Angabe von E-Nummern ein Allergen befürchten muss. Zum Beispiel ist die Angabe des Antioxidationsmittels E 220 nur zulässig, wenn dazu auch Schwefel genannt wird. ...mehr

Foto: Allergie-Immun

Allergien sind in aller Munde. Doch kaum jemand kennt die Gefahren, die von Allergien ausgehen. Allgemein bekannt ist, dass der Körper auf Allergene mit unterschiedlichen Symptomen reagiert. Hierfür gibt es zwar unzählige Mittel wie Salben und Sprays um die Symptome scheinbar in den Griff zu bekommen. Doch die wenigsten Betroffenen, selbst Mediziner, wissen nicht, dass Allergien, bzw. die „Handlungsanweisungen“ für den Körper, wie er mit bestimmten harmlosen Stoffen umzugehen hat, vererbt werden. Und genau hierin sieht das Privatinstitut für komplementäre Allergie-Forschung die große Gefahr. ...mehr

(mko)Telefonische Pollenvorhersage: Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (62 Cent/ min aus dem Festnetz) Generalansage: 0 900 1 11 54 80 OO – Berlin: 0900 111 54 8087, Hamburg: 0900 111 54 8082. Hasel- und Erlenpollen sind schon in der Luft, Birkenpollen folgen, die Hauptbelastung wird Anfang Mai erwartet. Aber: Spätentschlossene haben jetzt noch die Möglichkeit einer kurzfristigen Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie), d.h. sie können eine so genannte Kurzzeithyposensibilisierung noch vor der jeweiligen Pollensaison durchführen. Dazu werden, je nach Präparat, in drei aufeinander folgenden Jahren 4-7 Spritzen vor der jeweiligen Pollen-saison verabreicht. Das kann in diesem Jahr besonders hilfreich sein, da Experten eine heftige Pollensaison erwarten. Die Betroffe-nen leiden unter: Augentränen und –jucken, Niesreiz, Fließschnupfen, verstopfter Nase, Atemnot,bis hin zum allergischen Asthma bronchia-le. Bei Verdacht auf Heuschnupfen sollte auf jeden Fall ein Allergologe aufgesucht werden. Nur so kann das allergische Asthma Bronchiale vermieden werden. Bei akuten Symptomen können zunächst Antihistaminika (antiallergische Medikamente) eingesetzt werden, die innerhalb weniger Minuten eine Linderung der Beschwerden bewirken.

(mko) Haustier ist nicht gleich Haustier. Besonders, wenn in der Familie Allergien vorkommen. Dann sollten sich Eltern sorgfältig mit einen Allergologen beraten, bevor sie ein Haustier anschaffen. Denn: Meerschweinchen, Hamster oder Kaninchen sind nicht die richtigen Spielgefährten, wenn ein erhöhtes Risiko für allergische Reak-tion beim Kind bestehen. Das heißt, wenn Vater oder Mutter selbst zu Allergien neigen oder früher eine Übersensibilität der Haut oder der Atemwege und Schleimhäute gezeigt haben. In solchen Fällen eignet sich ein Hund besser als eine Katze als Haustier.

(mko) Superantigene ( Stoffe, die zur Bildung von Antikörpern führen) sind die Ursache für sehr schwer verlaufene Allergien. Bei etwa einem Drittel der Bevölkerung können Ärzte eine Besiedelung mit dem Bakterium „Staphylokkos aureus“ nachweisen. In den meisten Fällen bleibt das unproblematisch. Bei Menschen mit schweren Atemwegserkrankungen wie Nasen-nebenhöhlen-Entzündung oder Asthma können diese Bakterien jedoch sehr schädlich sein. Sie set-zen nämlich Enterotoxine frei, die als so genannte Superantigene eine besonders große Anzahl der T-Zellen des Immunsystems scharf stellen. Entzündungsreaktionen sind die Folge. Bei Asthmakranken kann das dazu führen, dass eine Behandlung mit Kortison nichts mehr nützt und mit Antibiotika be-kommt man das Problem auch nur schwer in den Griff. Geforscht wird jetzt nach einer Impfung als wirksame Waffe.