Statt Hausgeburt Kinder besser in Klinik zur Welt bringen

(mko) Frauen bekommen ihr erstes Kind mit durchschnittlichen 26 Jahren. Die Geburt ist für die Erstgebärenden in der Regel ein großes Ereignis. Sie sind meist gut informiert und haben genaue Vorstellungen, wie sie gebären wollen – die Tendenz zur Hausgeburt steigt. Professor Ulrich Gembruch, Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin am Universitätsklinikum Bonn rät dagegen auch in risikolosen Fällen zur ambulanten Geburt: „Die Frauen können eine Geburt nach ihren Wünschen in der Sicherheit einer Klinik erleben.“ Denn allein jede Wehe sei für das Kind Stress. Zudem spiele der Zeitfaktor beispielsweise bei einem permanenten Sauerstoffmangel eine entscheidende Rolle für die Frage, ob dass Kind einen Hirnschaden erleidet oder nicht. Auch sollten die Eltern eine Klinik mit mehr als 1000 Geburten pro Jahr auswählen. Denn in großen Zentren stehe rund um die Uhr qualifiziertes Personal bereit, das auf Notfälle sofort reagieren könne. „Eine hessische Studie belegt ein höheres Sterberisiko für Neugeborene in kleinen Kliniken“, so Professor Gembruch.