Schnupfenspray: Keine Langzeitanwendung

(mko) Bei einer Erkältung schwellen meist die Nasenschleimhäute an, d.h. in der akuten Phase ist die Nase verstopft. Da greift man schnell zu Schnupfensprays, Tropfen oder Gelen, die die Schleimhaut abschwellen lassen. Aber: Diese freiverkäuflichen Präparate sind nicht Nebenwirkungen, wer sie
Dauerhaft gebraucht gefährdet seine Gesundheit. Eine Langzeitanwendung kann zu einer medikamentös bedingten Entzündung der Nasenschleimhäute führen und daraus entsteht dann häufig eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen, eine Mittelohrenenzzündung oder Nasenpolypen. Schnupfensprays enthalten die Wirkstoffe Xylometazolin, Oxymetalozin, Tramazolin oder Naphazolin – bei einem Dauergebrauch dieser Mittel können die Schleimhäute geschädigt werden und nur noch eingeschränkt arbeiten. So eine Warnung der Bunddesapothekenkammer.
Auch Dampfbäder mit Kamillen- oder Thymiantee und Schwitzkuren mit Lindenblüten erleichtern das Atmen bei verstopfter Nase. Wer unter allergischen Schnupfen leidet sollte auf keinen Fall abschwellende Mittel benutzen. Nasenspülungen und Kochsalzlösungen – ein Esslöffel Kochsalz auf einen Liter lauwarmes Wasser – helfen besser Luft zu bekommen.