Radioimmuntherapie: neues Verfahren bei Lymphdrüsenkrebs

(mko) Für Patienten mit Lymphdrüsenkrebs steht jetzt eine neue Therapie zur Verfügung.
Bei der ambulanten Behandlung erhalten sie innerhalb einer Woche zweimalig eine Injektion mit
monoklonalen Antikörpern zur Vorbehandlung. Hierdurch soll das gesunde Gewebe bestmöglich
geschützt werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die radioaktiv markierten Antikörper
zur Bindung an die Lymphomzellen zur Verfügung stehen. Nach der zweiten Injektion der Antikörper
wird kurze Zeit später eine Injektion mit radioaktiv angereicherten Antikörpern vorgenommen.
„Tumorzellen werden so gezielt aufgespürt und mit einer hohen Strahlendosis zerstört.“ So Dr. Dresel
zum Prinzip der neuen Radioimmuntherapie des Helios Klinikums in Berlin. „Durch die kurze Reichweite
der radioaktiv markierten Antikörper wird das gesunde Gewebe maximal geschont. Es dringt auch keine
Strahlung nach außen. Die Patienten können bereits nach vier Stunden die Klinik wieder verlassen.