Punktgenaue Strahlentherapie zerstört Tumoren der Vorsteherdrüse

(mko) Der Krebs der Vorsteherdrüse, das Prostatakarzinom, lässt sich im Frühstadium auch ohne eine Operation heilen. So wird eine Strahlentherapie heute als gleichwertige Alternative zu einem chirurgischen Eingriff angesehen. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für
Radioonkologie (DEGRO). In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 49.000 Männer an einem
Prostatakarzinom. Dank des PSA-Tests (prostataspezifisches Antigen) wird die Erkrankung häufig sehr frühzeitig entdeckt. „Lange Zeit standen die Patienten vor der schweren Entscheidung, sich einer Operation zu unterziehen oder nicht”, berichtet DEGRO-Präsidentin Professor Dr. med. Rita
Engenhart-Cabillic, Direktorin der Abteilung für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Bei dem Eingriff, der sogenannten radikalen Prostatektomie, entfernen die Ärzte die gesamte Vorsteherdrüse mit den benachbarten Samenblasen.