Prüfungsangst adé

(mko) Jemand der grosse Angst vor Prüfungen hat,sollte Sorgen und Bedenken aufschreiben – das stoppt die negativen Gedankent und ist bei der Prüfung selbst konzentrierter und erzielt bessere Ergebnisse. Das haben US-Wissenschaftler in Versuchen im Labor und mit Schülern herausgefunden. Profitieren von dieser Methode können demnach vor allem Menschen mit starker Prüfungsangst. Man muss sich dafür lediglich zehn Minuten Zeit kurz vor der Prüfung nehmen.

Wichtige Prüfungen, von deren Ergebnis einiges abhängt, können einen hohen Druck erzeugen und lösen damit nicht selten Prüfungsangst aus. Diese Angst, das haben bereits einige Studien gezeigt, beschäftigt das sogenannte Arbeitsgedächtnis, früher auch Kurzzeitgedächtnis genannt. Genau dieser Teil des Erinnerungsvermögens wird jedoch auch für die zu lösenden Prüfungsaufgaben benötigt. Da er allerdings nur eine begrenzte Kapazität besitzt und das ängstliche Grübeln bereits Ressourcen belegt, steht für die Aufgaben selbst nicht mehr ausreichend Arbeitsspeicher zur Verfügung. Die Konsequenz: Der Betroffene kann nicht die Leistung abliefern, die er erbringen könnte, wenn er sein gesamtes Arbeitsgedächtnis zur freien Verfügung hätte.

Ein ähnlicher Effekt tritt auch bei einigen Krankheitsbildern wie zum Beispiel bei Depressionen auf, so die Forscher Ramirez und Beilock. In solchen Fällen konnten gute Erfolge mit dem sogenannten expressiven Schreiben erzielt werden, einer Therapieform, in der die Patienten möglichst offen ihre Gefühle und Ängste zu Papier bringen